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Burg Hanstein - schönste Burgruine Mitteldeutschlands
Eines der schönsten Ausflugsziele im Eichsfeld ist die landschaftlich sehr schön gelegene Burgruine Hanstein nahe der Ortschaft Bornhagen. Die auf einem Bundsandsteinfelsen gelegene Burg ist über eine steile Straße zu erreichen, unterhalb der Burg stehen Besuchern genügend Parkplätze zur Verfügung.
Die Burg Hanstein liegt in einer schönen Gegend. Vom Bergfried aus sind in der Ferne die Berge des Thüringer Waldes, daran anschließend der Hohe Meißner, die Göttinger Berge, die Berge des Eichsfeldes und schließlich das Werratal aus zu sehen.
Im Jahre 1070 wird die Burg erstmalig erwähnt. Zur Zeit Heinrichs des Löwen tritt 1145 ein Boppo von Hanenstein auf, welcher 1151 Popo Graf de Hanstein und 1170 Graf Poppo de Hanstein genannt wurde. 1203 wurde die Burg an den Rheinpfalzgrafen Heinrich, bald darauf an seinen Bruder, den Kaiser Otto IV. übereignet.
1209 nahm Erzbischof Siegfried von Mainz das castrum Hanenstein als Eigentum des Mainzer Erzbistums in Anspruch. Um sich den mächtigen Kirchenfürsten zu gewinnen, gab Otto IV. die Burg dem Mainzer.
Ende des 13. Jahrhunderts war die Burg in einem schlechten baulichen Zustand. Im Auftrag des Erzbischofs begannen Heinrich und Lippold von Hanstein 1308 mit dem Bau der heutigen Burg.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von Schwedischen Truppen teilweise zerstört und anschließend nicht mehr dauerhaft bewohnt. Sie diente jedoch noch lange als Treffpunkt der verschiedenen Linien des Hauses Hanstein. Dazu wurde zwischen 1838 und 1840 ein neuer Rittersaal erbaut. Außerdem wurden Teile der Burg als Gefängnis genutzt.
Aufgrund der Nähe zur Innerdeutschen Grenze, die Burg befindet sich nur 4 Kilometer vom Dreiländereck Hesse-Niedersachsen-Thüringen entfernt, wurde der Turm auch als Beobachtungsposten der DDR-Grenztruppen zur Überwachung genutzt.
Verschiedene Sagen umranken die Burg Hanstein, diese können auf der Webseite der Burg nachgelesen werden. Für die Anreise nutzen Sie gerne den Routenplaner.
Rimbach
Die kleine Ortschaft Rimbach, Ortsteil von Bornhagen, schmiegt sich an den Hang unterhalb der Burg, eine etwa um 1400 erbaute katholische Kirche mit einem spätgotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1407 und ihren für das Eichsfeld so typischen Türmen aus dem Jahr 1921 vervollständigen den wundervollen Blick auf die Ruine.
Ein Besuch der Burg lässt sich gut mit einem Besuch der Teufelskanzel verbinden. Der Weg dorthin beginnt auf dem gleichen Parkplatz, geht aber in die entgegengesetzte Richtung. Ein romantischer Weg führt durche den Wald, im letzten Drittel ist er durch felsigen Steinboden und viele Wurzeln geprägt.
An der Teufelskanzel steht ein kleines Holzhaus was ein wenig an ein Hexenhaus erinnert. Statt einer Hexe ist dort aber ein kleines Ausflugslokal zu finden wo Wanderer ihren Hunger und Durst stillen können. Im Sommer draußen im Biergarten.
Aufstieg zur Burg Hanstein und Aussicht vom Nordturm
Vom Parkplatz aus führt ein kurzer steiler Weg zur Burg hinauf, gegen ein geringes Entgelt kann die Burgruine besichtigt werden. Personen mit Gehbehinderung dürfen mit dem Auto direkt auf das Burggelände gefahren werden, kontaktieren Sie dazu bitte vorher das Kassenhäuschen am Eingang der Burg.
Wer den Nordturm der Burg besteigt wird mit einer tollen Rundumsicht belohnt. Neben den Blick auf das Eichsfeld ist bei schönem Wetter unter anderem der Hohe Meißner, der Kaufunger Wald oder auch der Harz mit seinem höchsten Berg den Brocken zu sehen.
Aussicht vom Nordturm, Mittelalterfest, Essen und Übernachten
Ein Mittelalterfest findet traditionell am ersten Augustwochenende statt. Die Burg bietet auch eine besonders romantische Kulisse für Hochzeiten und andere Events.
Nach einem Besuch der Burg lohnt sich eine Einkehr im alten Wirtshaus „Klausenhof“ im benachbarten Bornhagen. Hier können Sie essen wie im Mittelalter bei Kerzenschein, knisterndem Kaminfeuer und mittelalterlicher Musik.
Übernachtungen in historischen Zimmern oder im Historischen Schlaflager, auch Kemenate genannt, sind möglich. Der Hofladen bietet Eichsfelder Spezialitäten wie die berühmte Eichsfelder Wurst an.










