Bad Lauterberg - Staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad

An der Südseite des Harzes liegt das staatlich anerkannte Kneipp-Heilbad Bad Lauterberg, umgeben von bis zu 720 Meter hohen Bergen. Die Stadt ist das älteste Wasserheilbad Norddeutschlands, in Fachkliniken der Stadt werden Ganzheitskuren nach Sebastian Kneipp angeboten.

Der Ort liegt eingebettet in sanfte Täler, umgeben von grünen Höhen. Das gesunde
Klima ist hier überall spürbar. Fachwerkfassaden, kleine Läden und Cafés prägen das Bild der Stadt. Etwas Besonderes ist eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Hausberg. Der Blick aus der Bahn oder vom Hausberg ist traumhaft.

Drei Fachkliniken runden das kur- bzw. rehamedizinische Angebot des Ortes ab und stärken den ganzheitlichen Fokus des Kneipp-Heilbades auf Gesundheit und Wohlbefinden. Eine Vielzahl an Wanderwegen von leicht bis anspruchsvoll wollen erwandert werden. Eine Vielfalt an Radwegen bieten sich für alle, die gerne mit dem Rad unterwegs sind

Die Stadt in der heute etwa 10.000 Einwohner leben blickt auf rund 800 Jahre Stadtgeschichte zurück. Sie beginnt mit der Errichtung der Burg Lutterberg auf dem Hausberg im Jahre 1183, führt über die Zeiten des Bergbaus im 18. Jahrhundert hin zum Kurbetrieb die mit dem Bau einer Kaltwasserheilanstalt durch Ernst Ritscher im Jahre 1839 begann. 1906 wurde die Stadt zum Bad ernannt und trägt seit dem den Namen „Bad Lauterberg im Harz“.

Blick vom Hausberg auf Bad Lauterberg
Haus des Gastes

Geschichte und Anreise nach Bad Lauterberg

Im Jahr 1180 ließ Graf Siegebodo II. aus Scharzfeld auf dem Hausberg die Burg Lutterberg errichten, diese wird ein erstes Mal im Jahre 1190 erwähnt. 1203 wurde die Burg zusammen mit anderen Burgen im Harzer Umland im Erbteilungsvertrag der Söhne Heinrichs des Löwen genannt und Otto IV. zugesprochen.

1398 starb der letzte Graf Heidenreich III. von Lutterberg worauf Ritter Hans von Minnigerode die Burg Lutterberg für die Herzöge von Braunschweig-Grubenhagen besetzt. 1415 wurde die Burg Lutterberg infolge eines Streites zwischen dem Herzog von Grubenhagen und den Grafen von Hohnstein vollständig zerstört.

1521 rufen die Grafen von Honstein die erste Bergfreiheit aus, um den Bergbau in der Grafschaft wieder zu beleben. Im Jahr 1527 wird diese erneuert und erweitert. Aus dem kleinen Ort Lutterdorf am Fuße des Hausberges wuchs nun eine Bergbausiedlung heran. 1619 erhielt die Stadt die Erlaubnis, zweimal pro Jahr einen Jahrmarkt zu veranstalten.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt 1641 geplündert und fast vollständig niedergebrannt; lediglich drei Häuser blieben vom Feuer verschont. Nach dem Wiederaufbau wurden 1705 die Kupferhütte im Luttertal und 1733 das Hüttenwerk Königshütte errichtet. Zwischen 1830 und 1868 endete der Kupferbergbau bei Lauterberg.

1733 erfolgte die Gründung der Königshütte von Kur-Hannover. Sie erhielt den Namen zu Ehren Georgs II., König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover. 1839 erkannte Ernst Ritscher den Bedarf an Alternativen zum Bergbau und schuf eine Kaltwasserheilanstalt. 1866 wurde mit dem zehnjährigen Bau des Kurparks begonnen. Vierzig Jahre später wurde der Ort von der Bezirksregierung Hildesheim zum Bad ernannt und trug von nun an den Namen Bad Lauterberg im Harz.

1929 erhielt Bad Lauterberg das Stadtrecht. Im Folgejahr wurde angefangen, den Damm für die Odertalsperre zu bauen, dessen Fertigstellung bis 1934 dauerte. 1949 erhält Bad Lauterberg die offizielle Bezeichnung „Kneipp-Heilbad“, 1968 wird die Stadt staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad. 1982 wird Bad Lauterberg Schroth-Kurort, 1983 feiert die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen.

Sie erreichen Bad Lauterberg von Norden aus kommend über die Autobahn 7 und verlassen diese an der Anschlußstelle Seesen. Die Bundesstraße 243 führt an Herzberg vorbei nach Bad Lauterberg. Von Süden aus kommend verlassen Sie die Autobahn 7 an der Ausfahrt Göttingen Nord und fahren über die B 27 nach Bad Lauterberg. Aus Richtung kommen verlassen Sie die Autobahn 38 an der Anschlußstelle „Dreieck Großwechsungen“ und fahren über die B 243 nach Bad Lauterberg. Mit dem Zug erreichen Sie Bad Lauterberg mit Regionalbahnen die in Barbis, einem Stadtteil von Bad Lauterberg, halten.

Aus Richtung Osten kommend verlassen Sie die Autobahn 38 an der Anschlußstelle „Dreieck Großwechsungen“ und fahren über die B 243 nach Bad Lauterberg.

Mit dem Zug erreichen Sie Bad Lauterberg mit Regionalbahnen die in Barbis, einem Stadtteil von Bad Lauterberg, halten.

Das Übernachtungsangebot ist breit gefächert. Vom 5-Sterne-Hotel über einfache Pensionen, zahlreichen Ferienwohnungen, einem Campingplatz bis hin zum Wohnmobilparkplatz am Vitamar ist alles dabei.

Verkehrsberuhigte Zone von Bad Lauterberg
Ältestes Gebäude der Stadt ist die St. Andreas-Kirche

Gesundheit und Wellness

In Bad Lauterberg dreht sich vieles um Gesundheit und Wellness. Als anerkanntes Kneipp-Heilbad und Schrothkurort gibt es in Bad Lauterberg viele renommierte Fachkliniken „für Herz-, Kreislauf und Gefäßerkrankungen sowie für Sportmedizin und Physikalische Therapie, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen, Orthopädie und Schmerztherapie“.

Die angebotenen Kuren nach Sebastian Kneipp und die Schrothkur helfen bei vielen Alltagskrankheiten. Das VITAMAR Freizeit- und Erlebnisbad bietet Besuchern das größte Wellenbecken des Harzes mit 1 Meter hohen Brandungswellen, einer 100 Meter langen Black-Hole-Rutsche, einer Mega-Steilrutsche sowie einem 1.000 Quadratmeter großen Erlebnisbereich mit u.a. Wildwasserkanal, Whirlpools und Kinderparadies lässt sicherlich viele Kinderherzen höherschlagen.

Für Saunafreunde bietet das VITAMAR eine Saunalandschaft auf 2 Etagen mit verschiedenen Saunen an. Auch die Gastronomie kommt nicht zu kurz. Wem das noch nicht reichen sollte den können wir die Kirchberg-Therme empfehlen. Die Thermalsolebecken mit unterschiedlichen Temperaturen unterstützen die Behandlung von „Erkrankungen der Atemwege, der Haut sowie des Stütz- und Bewegungsapparates“.

Unterschiedliche Themensaunen mit monatlich wechselnden Themensaunanächten sind hier das Highlight. Auch Tennis spielen sowie das Kegeln auf den Kegelbahnen ist hier möglich. Für das leibliche Wohl sorgt das angeschlossene Bistro.

Das Scholmwehr ist eine Wehranlage zur Aufstauung der Oder
Das Wissmann Denkmal im Kurpark

Der Kurpark und der Hausberg

Der Kurpark der Stadt wurde bereits im 19. Jahrhundert angelegt und verfügt über zahlreiche Attraktionen wie einen Minigolfplatz, einer Fußball-Billard- und Shuffleboard-Anlage, einen Outdoor-Fitnesspark, Tennisplätze sowie einen Traumspielplatz.

Eine verkehrsberuhigte Einkaufsmeile mit kleinen Geschäften und Boutiquen sowie zahlreichen Restaurants und Cafés lädt zum Bummeln ein. Ältestes Gebäude der Stadt ist die St. Andreas-Kirche, die auf einen Vorgängerbau aus dem Jahre 1571 zurückgeht.

Einen schönen Ausblick auf die Stadt haben Sie vom 420 Meter hohen Hausberg auf die Stadt. Auf den Berg fährt eine 1954 eröffnete Doppelsesselbahn, die mit einer maximalen Steigung von 63 % zu den steilsten in Deutschland gehört. Auf dem Hausberg können Sie die Reste der Burg Lutterberg besichtigen und in der dortigen Gaststätte einkehren.

Der Kurpark der Stadt wurde bereits im 19. Jahrhundert angelegt
Wigwam im Kurpark

Sportliche Aktivitäten und Wintersport

Einen schönen Ausblick auf die Stadt haben Sie vom 420 Meter hohen Hausberg auf die Stadt. Auf den Berg fährt eine 1954 eröffnete Doppelsesselbahn, die mit einer maximalen Steigung von 63 % zu den steilsten in Deutschland gehört. Auf dem Hausberg können Sie die Reste der Burg Lutterberg besichtigen und in der dortigen Gaststätte einkehren.

Das Angebot an sportlichen Aktivitäten in und rund um Bad Lauterberg ist riesengroß. Schwimmen ist im Sommer auch im Naturbad in Barbis sowie der nur 3 Kilometer entfernten Odertalsperre möglich. Mountainbiker finden neben vielen Strecken im ganzen Harz zwei Strecken in Bad Lauterberg vor (8,5 Kilometer und 26 Kilometer). Nordic-Walking kann auf drei unterschiedlich langen Strecken betrieben werden. Angeln ist im Oderstausee, im Oderfluss und im Wiesenbeker Teich möglich.

Wintersport ist in Bad Lauterberg natürlich auch möglich, allerdings nur eingeschränkt. Abfahrten sind nur auf der ca. 300 Meter langen Skiabfahrt mit Schlepplift möglich, Ski-Langlauf ist auf der Langlaufloipe Südharz möglich die zwischen den Ortschaften Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Wieda angelegt ist. Insgesamt sind 47 Kilometer Loipen von leicht bis mittelschwer in Wintern mit Schnee befahrbar. Andere bekannte Wintersportorte des Harzes sind aber nicht allzu weit entfernt, so dass sich die Möglichkeiten Wintersport zu treiben erhöhen.

Eingang zum Besucherbergwerk Scholmzeche
Auf den Hausberg fährt eine 1954 eröffnete Doppelsesselbahn

Wandern und kulturelle Angebote

Wandern ist rund um Bad Lauterberg auf vielen gut ausgebauten Wanderwegen möglich. Viele attraktive Wanderziele mit teilweisen tollen Aussichten auf die umliegenden Landschaften belohnen für die Anstiege. Mehrmals wöchentlich werden geführte Wanderungen mit erfahrenden Wanderführern angeboten. Beliebt ist der Harzer Baudensteig der auf einer Strecke von rund 100 Kilometern von Bad Grund nach Walkenried führt und auch an Bad Lauterberg vorbeikommt.

Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten. Vier verschiedene Museen warten auf Besucher. Viele Konzerte und andere Veranstaltungen finden im Kurpark oder im Kurhaus statt. Überregional bekannt sind die „Bad Lauterberger Musiktage“ mit klassischen Konzerten, Kammermusik und Jazzmatinées.

Die Odertalsperre im Harz liegt oberhalb von Bad Lauterberg
Das 1933 fertiggestellte Wasserkraftwerk Odertalsperre

Gästebeitrag

Folgender Gästebeitrag (in Euro pro Tag und Person) fällt während Ihres Aufenthaltes an:

  • 2,50 € pro Erwachsenen
  • 0,70 € pro Kind / Jugendliche (14 bis 18 Jahre)
  • 0,90 € pro Campingplatzgast / Motorcaravaner
  • 1,70 € pro Schwerbehinderten (Bei einer Minderung der Erwerbstätigkeit von 70 bis 99% und deren Begleitpersonen, die auf dem Schwerbehindertenausweis ausgewiesen sind)