Marklohe - am Rande der Geest

Nur etwa 6 Kilometer von Nienburg entfernt liegt die Samtgemeinde Marklohe zu der die Ortschaften Balge, Marklohe und Wietzen gehören. Hier leben rund 8.500 Einwohner. Der Ort ist über die Bundesstraße 6 und 214 erreichbar.

Die Landschaft um die Samtgemeinde herum ist sanft gewellt und bietet vor allem Ruhe und Erholung. Auf vielen beschilderten Rad- und Wanderwegen lässt sich die umliegende Landschaft bestens erkunden.

Das Angebot für Freizeit- und Erholungssuchende ist entsprechend vielseitig. Für Radwanderer und Radtouristen stehen zahlreiche Radwanderwege zur Verfügung. Neben dem Weserradweg und der themengeführten Energieentdeckerroute Mittelweser führen verschiedene kommunale touristische Radwanderwege durch die Samtgemeinde und sind entsprechend ausgeschildert.

Zu den beliebtesten Ausflugzielen, die fast alle sehr gut mit dem Rad erreichbar sind, zählen u.a.: Die Freilichtbühne Marklohe, die Heimatstube Wietzen, der „Oyler Berg“, die Wassermühle in Blenhorst und die „Binner Schlucht“.

Archäologische Funde belegen, dass hier bereits 2800 v. Chr. lebhafter Handel an dem Westufer der Weser stattgefunden hat. Es gibt Hinweise auf die größten Langhäuser Niedersachsens und zahlreiche steinzeitliche Scherbenfunde, die Keramiken und auch Gräberurnen zugeordnet werden können.

Ein Denkmal auf dem Oyler Berg erinnert an die Gründung des Bundes der Norddeutschen Liedertafeln, die im Jahre 1831 in Marklohe stattfand und heute im Chorverband Niedersachsen-Bremen weitergeführt wird.

Das ehemalige Pfarrhaus der St. Clemens Romanus Kirche aus dem Jahre 1764
Fachwerkhäuser an der St.-Clemens-Romanus-Kirche

St. Clemens-Romanus Kirche und St.-Gangolf-Kirche in Wietzen

Einer der schönsten sakralen Bauwerke der Umgebung ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende St. Clemens-Romanus Kirche in Marklohe. Der historische Bau besticht durch seine Chor-Ausmalungen und dem Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert.

Der spätgotische Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert erzählt die Geschichte von Jesus Kreuzigung. Bedeutend sind auch die Chor-Ausmalungen die vermutlich aus dem Jahre 1520 stammen und unter anderem den Sündenfall, die Vertreibung aus dem Paradies und das Opfer Isaaks durch seinen Vater Abraham zeigen.

Vor der Kirche stehen ein paar schöne Fachwerkhäuser, darunter das ehemalige Pfarrhaus das 1764 entstand.

Ein weiteres schönes Bauwerk ist die um das Jahr 1150 aus mächtigen Quadern errichtete St.-Gangolf-Kirche in Wietzen. Es handelt sich dabei um eine mittelalterliche Wehrkirche mit zwei Meter dicken Wänden in deren Inneren sich Fundamentreste einer Vorgängerkirche aus dem Jahr 1000 befinden.

Die aus dem 12. Jahrhundert stammende St. Clemens-Romanus Kirche
Die um das Jahr 1150 errichtete St.-Gangolf-Kirche

St.-Bartholomäus Kirche, Freilichtbühne und Heimatstube Wietzen

Nicht unerwähnt bleiben sollte die aus dem späten 12. Jahrhundert stammende St.-Bartholomäus Kirche in Balge, die ein zweijochiger Saalbau mit Westturm und eingezogenem Rechteckchor ist und dessen älteste Bestandteile der Taufstein und die Altarplatte sind, die beide etwa um das Jahr 1200 herum aus Wesersandstein entstanden sind.

Bekannt ist Marklohe für seine bereits seit 1937 bestehende Freilichtbühne die rund 800 Zuschauern Platz bietet. Sie gilt als eine der schönsten Bühnen in Niedersachsen. An den Wochenenden von Ende Juni bis Mitte August wird ein jährlich wechselndes plattdeutsches Theaterstück aufgeführt.

Besuchen Sie auch die Heimatstube Wietzen die auf einer Fläche von ca. 700 qm verteilt auf drei Gebäude und einem Außengelände über 6.000 Exponate „aus den Bereichen prähistorische Funde, bäuerliche Arbeitswelt und Wohnkultur sowie Gerätschaften der Landwirtschaft und des alten Handwerks präsentiert“. Allerdings ist das Museum nicht Rollstuhlgeeignet.

Die seit 1937 bestehende Freilichtbühne in Marklohe
Die ursprünglich 1769 gebaute Blenhorster Säge- und Getreidemühle ist einmalig in Niedersachsen