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Heilbad Heiligenstadt - mittendrin erleben!
Nicht weit vom geografischen Mittelpunkt Deutschlands entfernt liegt Heilbad Heiligenstadt, die Hauptstadt des Eichsfeldes. Erstmals im Jahr 937 urkundlich erwähnt erhielt die Stadt 1227 ihre Stadtrechte.
Einer Legende nach erhielt Heilbad Heiligenstadt seinen Namen, weil hier der vom Aussatz befallene Frankenkönig Dagobert auf einer Reise hier eine Rast einnahm und nach einem erholsamen Schlaf im Gras vollständig geheilt war. Fortan galt dieser Ort als heilige Stätte und der Frankenkönig ließ hier eine Pfalz erbauen.
Umgeben von Stadtwald im Süden und Dünwald im Osten liegt Heiligenstadt sehr idyllisch im Tal von Leine und Geislede, höchster Punkt ist der im Stadtwald liegende Iberg (453 Meter hoch), eines der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt.
Drei gotische Kirchen umgeben von barocken Profanbauten und hübschen Fachwerkhäusern prägen das Bild der Stadt.
Überregional bekannt ist der Iberg durch das jährlich am letzten Juniwochenende stattfindende Ibergrennen, einem Lauf des Deutschen Bergpokals und der Deutschen Bergmeisterschaft für Touren- und Sportwagen.
Bekannt ist das anerkannte Sole-Heilbad heute auch als Kneipp-Kurort zur Behandlung verschiedenster Erkrankungen. Viele Sehenswürdigkeiten machen einen Besuch dieser Stadt lohnend.
Entdecken Sie die historischen Altstadt bei einer öffentlichen Stadtführung. Neben den regelmäßigen öffentlichen Stadtführungen werden das ganze Jahr über auch besondere thematische Rundgänge angeboten. Bei einem Stadtrundgang bzw. einer Stadtrundfahrt lernen Sie die wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen.
Berühmte Söhne der Stadt
Berühmtester Sohn der Stadt ist der Bildschnitzer und Bildhauer Tilman Riemenschneider der etwa um das Jahr 1460 das Licht der Welt erblickte. Das Eichsfelder Heimatmuseum würdigt Tilman Riemenschneider mit einer eigenen Ausstellung.
Auch einige wichtige deutsche Schriftsteller wie Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und die Gebrüder Grimm hielten sich in Heiligenstadt auf, Theodor Storm arbeitete hier von 1856 bis 1864 als Kreisrichter, nachdem er aus Husum aufgrund der politischen Verhältnisse vertrieben wurde. Er fand in Heiligenstadt eine zweite Heimat, aus der er „nur schweren Herzens“ schied, nachdem ihm seine Landsleute in seine erste Heimat Husum zurückgerufen hatten.
In einem der ältesten Häuser der Stadt, dem 1436 im fränkischen Fachwerkstil errichteten Mainzer Haus ist das Literaturmuseum „Theodor Storm“ untergebracht, welches anlässlich des 100. Todestag des Husumer Dichters im Jahre 1988 eröffnet wurde. Unter anderem sind hier die Erstausgaben seiner Gedichte und Novellen zu besichtigen. Eine Bronzestatue vor dem Museum erinnert an den berühmten deutschen Schriftsteller. Viele Sehenswürdigkeiten machen einen Besuch dieser Stadt lohnend.
Das Kurmainzer Schloss und die Kirchen der Stadt
Das barocke Kurmainzer Schloss wurde von 1736 bis 1738 errichtet und diente u.a. als Residenz des erzbischöflichen Statthalters. Außerdem waren hier die Diensträume für Theodor Storm in seiner Zeit als Richter eingerichtet.
Wahrzeichen von Heilbad Heiligenstadt ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirche St. Marien mit ihren 53 und 55 Meter hohen Türmen. Gegenüber dem Nordportal der Marienkirche steht die St. Annen-Kapelle in Form eines Oktogons mit acht Giebeln, die neben einer Marienstatue (etwa um das Jahr 1300 entstanden) eine spätgotische Figur der „Anna Selbdritt“ beherbergt.
Die St. Ägidien-Kirche ist eine 3-schiffige gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert mit barocker Innenausstattung.
Der Kurpark in Heilbad Heiligenstadt
Seit 1950 trägt das Heiligenstadt das Prädikat Heilbad, im Jahr 1995 stieß man in 536 m Tiefe auf heilende Thermal-Sole.
Der weitläufige Heinrich-Heine-Kurpark lädt zum Spazierengehen oder Flanieren ein. Ein kleiner Wasserfall, die sich 7 Meter in die Tiefe stürzende Geislede kurz vor Ihrer Mündung in die Leine bietet nicht nur im Sommer ein eindrucksvolles Schauspiel. Im Winter entstehen bei Frost Wasserzapfen die magischen Gebilde entstehen lassen. Kurgäste der Stadterfreuen sich an dem sonntäglichen Kurkonzert, welches im Pavillon im Heinrich-Heine-Kurpark stattfindet.
Der Vitalpark lädt auf 4.500 m² mit sechs verschiedenen Schwimm- und Badebereichen, sieben Saunen und Dampfbädern sowie mit diversen Gesundheits- und Wellnessanwendungen zu einem Gesundheits-, Wellness- und Aktivtag ein. Neben der Kurklinik im Heinrich-Heine-Kurpark ist die Eichsfeld-Therme auch für die Einheimischen ein beliebter Ort der Erholung.










