Bad Langensalza - Kur- und Rosenstadt

Ein weiters Kleinod unter den Städten in Thüringen ist Bad Langensalza, ein staatlich anerkanntes Heilbad, das auf eine über 200-jährige Kurorttradition zurückblickt. Die über 1000-jährige Stadt vereint Kultur, Wellness und Natur.

Die Kur- und Rosenstadt liegt nicht weit von den Städten Eisenach, Erfurt, Gotha, Mühlhausen und Weimar entfernt am Rande des Nationalparks Hainich, das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands der UNESCO-Weltnaturerbe ist.

Das besondere an der Stadt sind die 10 Parks & Themengärten, in denen sich Besucher auf eine blühende Weltreise begeben können. 2011 gewann Bad Langensalza den Titel „Blühendste Stadt Europas“ im internationalen Wettbewerb Entente Florale Europe. Spazieren Sie über die elegant geschwungene Parkanlage der Kurpromenade, genießen sie die Ruhe des exotischen Japanischen Gartens oder bewundern Sie die vielen duftenden Rosen im Rosengarten, sie sollten sich dafür ausreichend Zeit lassen.

Die „Friederiken Therme“ ist das Herzstück der Kur- und Wellnessangebote. Ein Besuch der Bade- und Saunalandschaft ist Balsam für Körper und Seele. Vertrauen Sie auf die Wirkung der natürlichen Heilmittel Schwefel-, Sole- und Trinkheilwasser. Etwas besonderes ist die Kältekammer der Therme mit -110 Grad Celsius, sie ist nur eine von zwei ihrer Art in Thüringen.

Bummeln Sie auch durch die historisch gewachsene Altstadt mit Ihren großen Ackerbürgerhäusern, schönen Fachwerkhäusern, engen und verwinkelten Straßen und Gassen und der gut erhaltenen Stadtbefestigung. Noch heute sind siebzehn Türme und ein Tor erhalten. Da Bad Langensalza seit dem 14. Jahrhundert keine flächige Zerstörung mehr erleiden musste, besitzt die Stadt einen überregional herausragenden Hausbestand, dieser gibt einen Überblick über die Entwicklung des Fachwerkbauens vom 14. bis zum 20. Jahrhundert.

Auch die Veranstaltungen machen die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel. Höhepunkt ist das am letzten Augustwochenende stattfindende Mittelalterfest, wenn Ritter, Gaukler, Musiker und Händler die Macht in der Stadt übernehmen.

Das 32. Mittelalterstadtfest findet am 29. und 30. August 2026 statt!

Das Friederikenschlösschen war die Sommerresidenz von Friederike von Sachsen-Weißenfels
Das Kultur- und Kongresszentrum in Bad Langensalza

Geschichte der Stadt

Am 1. Juni 932 wird das Dorf Salzaha in einer Urkunde über den Gütertausch zwischen dem deutschen König Heinrich I. und dem Abt Megingoz des Klosters Hersfeld ein erstes Mal erwähnt. 1070 stiftet Ludwig der Springer der Stadt die Liebfrauenkirche. Am 9. Juni 1075 findet eine Schlacht bei Homburg und Nägelstedt an der Unstrut statt. Das Heer König Heinrichs IV. siegte über das vereinte aufständische sächsisch- thüringische Heer.

1212 kam es zur Belagerung der Dryburg in Salza durch Kaiser Otto IV. Nach kurzem Widerstand gaben die Belagerten auf. Noch im selben Jahr soll der Kaiser dem Dorf das Stadtrecht verliehen haben. 1268 kam es zu einer ersten zuverlässigen Nennung von Salza als Stadt in einer Urkunde. Der Erzbischof Werner von Mainz verlängerte ein über die Stadt verhängtes Interdikt und untersagte den Bewohnern den Handel in Erfurt.

Um 1300 wurde die Stadtmauer mit vier Eingangstoren fertiggestellt. Heute sind von der ältesten Stadtbefestigung noch vier Stadtmauertürme erhalten geblieben.

1325 kam es zur Gründung des Weißfrauenklosters durch Günther IV. von Salza, 1346 kam es zur Belagerung und Zerstörung der Stadt aufgrund eines Besitzstreits zwischen dem Landgrafen von Thüringen und dem Erzbischof von Mainz.

1356 schlossen sich Jacobstadt, Neustadt und Altstadt zusammen und bildeten einen gemeinsamen Rat. Es wurde eine Stadtmauer mit sieben Toren und mehr als dreißig Wachtürmen errichtet.

Nach der sächsischen Erbteilung im Jahr 1485 gehörten Stadt und Amt Salza zum albertinischen Herzogtum Sachsen. Am 25. April beginnt der Aufstand der Handwerker und Bauern, die Aufständischen erzwingen 12 Sitze im Rat der Stadt.

1578 wird die Stadt wird als „Langensalza“ urkundlich erwähnt, 1632 erfolgte die Plünderung und Brandschatzung durch die Pappenheimer im 30-jährigen Krieg. 1704 wird Langensalza Garnisonsstadt, 1711 gab es einen großen Stadtbrand, dem auch das Rathaus zum Opfer fiel.

Von 1742 bis 1752 erfolgte der Wiederaufbau des Rathauses, 1751 wurde das Friederikenschlösschen für die Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels errichtet, 1811 wurden die Schwefelquellen entdeckt. 1815 wird Langensalza preußisch.

Im Deutschen Krieg wurden am 27. Juni 1866 in der Schlacht bei Langensalza schnell zusammengezogene preußische Truppen und Truppen vom Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha von der Armee des Königreichs Hannover geschlagen, welche zwei Tage später vor der überlegenen preußischen Armee kapitulierte.

1928 erfolgt die Eröffnung des neuen Schwefelbades in der Stadt. Am 5. April 1945 wurde Langensalza durch amerikanische Truppen besetzt und Anfang Juli an die Rote Armee übergeben. Am 28. Juli 1956 erhält die Kreisstadt den Titel „Bad“, 1996 wurden Sole und Mineralwasser entdeckt. Seit dem 22. Juni 2002 nennt sich Bad Langensalza „Rosenstadt“.

Der Klagetorturm in Bad Langensalza ist einer der wenigen noch erhaltenen Tortürme in Thüringen
Der Turm am Diakonat

Anreise nach Bad Langensalza

Bad Langensalza ist über die Autobahnen A 4 (Abfahrt Eisenach Ost oder Gotha, ca. 25 km) und A 71 (Abfahrt Erfurt Bindersleben, ca. 40 km) erreichbar. Außerdem führen die Bundesstraßen B 84, B 247 und B 176 direkt in die Stadt. Auf mehreren kostenpflichtigen Parkplätzen können Sie Ihr Fahrzeug abstellen.

An das Eisenbahnnetz ist die Stadt seit 1870 angeschlossen. Mit verschiedenen Regionalbahnen ist die Stadt mit Göttingen, Gotha, Mühlhausen, Jena und Weimar und anderen Orte verbunden.

Der nächste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Erfurt-Weimar.

Der Kurbeitrag beträgt in der Kernstadt von Bad Langensalza 3,00 € pro Person und Übernachtung, für Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren beträgt der Beitrag 1,50 € pro Person und Übernachtung. Mit der Kurkarte profitieren Gäste während ihres Aufenthalts von attraktiven Vorteilen und Ermäßigungen in der Kurstadt und der Region.

Die Marktstraße in Bad Langensalza lädt zum Bummeln ein
Die Fußgängerzone am Rathaus

Die Altstadt

Ein Bummel durch die schöne Altstadt mit ihren großen Ackerbürgerhäusern und den vielen Fachwerkhäusern wird bei einem Besuch der Stadt zu einem bleibenden Erlebnis. Umgeben ist diese von 16 Türmen und dem Klagetor, ursprünglich waren es 24 Wehrtürme und sieben Tore.

Der 35,40 Meter hohe Klagetorturm an der Kurpromenade ist einer der wenigen noch erhaltenen Tortürme in Thüringen. Die Wallanlagen wurden inzwischen teilweise zu Promenaden, Parks und Gärten umgestaltet.

Die Marktstraße war über Jahrhunderte hinweg eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt. Über diese führten überregionale Handelswege sowie die historische Postroute von Kassel nach Leipzig.

Heute ist die Marktstraße eine attraktive Fußgängerzone, die zum Bummel einlädt. In den teilweise bunten Häusern befinden sich kleine Geschäfte sowie Restaurant und Cafés.

Die liebevoll sanierte historische Altstadt ist als ein Flächendenkmal ausgewiesen und Teil der Deutschen Fachwerkstraße.

Der Neumarkt hinterm Rathaus
Die Fußgängerzone am Rathaus in Bad Langensalza

Das Rathaus von Bad Langensalza

Mitten in der Altstadt befindet sich das Rathaus, das nach dem großen Stadtbrand 1711 im Zeitraum von 1742 bis 1751 aus heimischen Travertinwerksteinen neu gebaut wurde. Von den Vorgängerbauten sind der kreuzgratgewölbte Treppenturm sowie gewaltige Tonnengewölbe aus Travertin erhalten geblieben.

An den vier Turmseiten sind zugemauerte Türen zu erkennen, vor 1711 führten diese auf die umlaufende Galerie des Turms, in dem sich noch eine Glocke aus dem Jahr 1712 befindet. Den Haupteingang an der Ostseite bildet ein mit vergoldeten Ornamenten geschmücktes Portal.

Ein Glockenspiel mit 32 Glocken die verschiedenen Melodien spielen erklingt täglich um 12 und 18 Uhr. Dabei erscheinen im Dreieckgiebel auf einem starren Kreissegment fünf ca. 80 cm hohe Figuren, die Bad Langensalzaer Persönlichkeiten darstellen. Ein vorschreitender Trompeter kündigt Hermann von Salza (um 1165-1239) an, gefolgt von Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) und Friedrich Gottlieb Klopstock (1717-1803).

Neben der Stadtverwaltung befindet sich heute eine städtische Galerie mit wechselnden Kunstausstellungen im Rathaus.

Vor dem Rathaus befindet sich der 1582 fertig gestellte „Breite Brunnen“ aus Seeberger Sandstein. Sein Kapitel trägt zwei heraldische Löwen, der eine das kursächsische Wappen, der andere das Stadtwappen haltend.

Mitten in der Altstadt befindet sich das Rathaus von Bad Langensalza
Vor dem Rathaus befindet sich der 1582 fertig gestellte „Breite Brunnen“

Marktkirche St. Bonifacii

Höchstes Bauwerk in Bad Langensalza ist die Marktkirche St. Bonifacii, eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche, die erstmals 1272 urkundlich erwähnt wurde und mit Unterbrechungen bis 1592 aus Quadern des heimischen Travertins errichtet wurde.

Der 72,49 Meter hohe Turm mit seinem Renaissanceobergeschoss ist der zweithöchste Kirchturm Thüringens. Zwei der ursprünglich vier Glocken im Turm läuten noch heute zum Gottesdienst und geben viertelstündlich die Zeit an. Bemerkenswert ist das restaurierte und steinerne Ziffernblatt der Einzeigeruhr am Turm das aus dem Jahr 1612 stammt. Ursprünglich wurde die Kirche mit zwei Kirchtürmen geplant, wurde aber wegen finanzieller Engpässe nie gebaut.

Zur besonderen Ausstattung im Innenraum des Kirchenschiffes gehören spätmittelalterliche Altäre, ein romanischer Taufstein, die Holzkassettendecke über dem Chor (1561), die Kanzel aus dem Jahr 1734 sowie Tafelbilder, Epitaphien und Grabplatten. Im Nonnenchor sind die restaurierten spätgotischen Wandmalereien sowie die bemalte Holzkassettendecke aus dem Jahr 1519 in ihrer Art einzigartig.

1535 ist eine erste Orgel schriftlich bezeugt, im Jahre 1653 wurde eine komplett neue Orgel eingebaut. Diese wurde 1799 von Georg Christoph Heidenreich erneuert und 1861 vom ortsansässigen Orgelbaumeister Petersilie umgestaltet. Die Orgel erklingt zu Konzerten und Gottesdiensten.

Die Kirche ist ein bedeutendes Baudenkmal der Stadt. Der Turm der Marktkirche bietet eine schöne Aussicht über Bad Langensalza und Umgebung. Er kann nach Absprache mit dem Verein Marktkirche St. Bonifacii e.V. bestiegen werden.

Höchstes Bauwerk der Stadt ist die Marktkirche St. Bonifacii
Der Kornmarkt in der Altstadt

Kirche St. Stephani

Ältester Sakralbau in Bad Langensalza ist die auf einer Anhöhe stehende Kirche St. Stephani, die älteste der zwei evangelischen Pfarrkirchen, die bereits 1196 urkundlich erwähnt wurde. Aus einer ursprünglichen Mönchskapelle entwickelte sich die Kirche, 1394 erfolgte der gotische Umbau.

Die Glasfenster wurden im 19. Jahrhundert von Bürgern der Stadt gespendet, an den Decken sind heute noch die Wappen der Spenderfamilien zu sehen. Die Pfeilerkanzel mit einem dreistöckigen Schalldeckel wurde 1590 im Renaissancestil aufgebaut.

Zur weiteren Ausstattung gehört der Altar mit einer steinernen Mensa von 1684/85 und das Altarbild von 1631 sowie eine kassettierte Holzdecke im Langhaus (Mitte 16. Jahrhundert). 50 steinerne Grabplatten des 14.- 18. Jahrhunderts wurden überwiegend im Boden verlegt.

Die Orgel auf der westlichen Empore wurde 1884/85 ebenfalls durch den ortsansässigen Orgelbauer Friedrich Erdmann Petersilie gebaut. Sie ist die größte Orgel aus seiner Werkstatt und wird noch heute gespielt.

Ältester Sakralbau der Stadt ist die Kirche St. Stephani
Der Burgturm am Naturgarten

Schloss Dryburg

Schloss Dryburg ist das älteste erhalten gebliebene, komplett aus Stein gemauerte Profangebäude in Bad Langensalza. Von der mittelalterlichen Kernburg ist noch der Westflügel erhalten. Bis 1345 war es im Besitz der Herren von Salza. Nach ihrer Zerstörung 1346 ließen die landesherrlichen Amtsherren die Burg als Verwaltungssitz neu aufbauen.

Der Westflügel vereint einen spätromanischen Wohnturm (vor 1346) und zwei Burghäuser (Mitte 14. Jahrhunderts.), die um 1530 durch den Einbau eines Treppenhauses miteinander verbunden wurden.

Zwischen 1694 und 1720 wurde die Burg zum Witwensitz des Herzogtums Sachsen- Weißenfels umgestaltet und der noch erhaltene Südflügel in Fachwerkausführung errichtet.

Die Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels (1715-1775) bewohnte seit 1746 das Schloss und ließ ab 1749 vor den Toren der Stadt eine Sommerresidenz errichten, das heutige Friederikenschlösschen.

1899 brannte Schloss Dryburg zu großen Teilen ab und die Stadt Langensalza kaufte 1927 die vom Schloss verbliebenen Gebäude. Heute ist hier neben vier städtischen Wohnungen auch die Galerie des Kunstwestthüringer e.V. untergebracht. Von Donnerstag bis Samstag von 14 bis 17 Uhr kann die Ausstellungen national und international bekannter Künstler besichtigt werden.

Schloss Dryburg ist das älteste erhalten gebliebene, Profangebäude der Stadt
Freizeitareal an der Stadtmauer

Das Augustinereremitenkloster

Das Augustinereremitenkloster wurde 1280 durch den Stadtherrn Günther von Salza gestiftet. Von der ursprünglichen gotischen Anlage ist noch der Kirchturm, Teile des Ostflügels mit einer spätgotischen Kapelle, Reste des Westflügels und des Kreuzganges erhalten geblieben.  Das Kloster wurde nach 1539 aufgelöst.

Der Turm der ehemaligen Klosterkirche kann im Rahmen eines Museumsrundganges bestiegen werden. Von dort aus eröffnet sich eine interessante Aussicht auf die erhalten gebliebene Klosteranlage und den historischen Stadtkern von Bad Langensalza.

Das städtische Museum in Bad Langensalza wurde am 27. Juni 1900 mit einer Ausstellung zur Erinnerung an die Schlacht bei Langensalza 1866 eröffnet und entwickelte sich bis heute zu einem Stadtmuseum mit vielfältigen Themenbereichen.

Das Museum ist Freitag bis Sonntag sowie an den gesetzlichen Feiertagen Himmelfahrt, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Weltkindertag, Tag der Deutschen Einheit und am Reformationstag von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Führungen für Schulklassen und Gruppen sind wochentags auch außerhalb der regulären Öffnungszeit nach Terminabsprache möglich. Museumsführungen können nur nach Voranmeldung stattfinden.

Ein Behindertengerechter Zugang über eine Rampe befindet sich in der Holzgasse.

Am Augustinerplatz, direkt vor dem Augustinerkloster, steht seit dem 9. August 1925 das Denkmal zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Thüringischen Ulanen-Regiments Nr. 6. Das Denkmal wird im Volksmund kurz als „Nackter Reiter“ bezeichnet.

Die am Sockel befindlichen drei neuen Schrifttafeln wurden am 3. Oktober 1994 angebracht, ebenso wie die ursprünglich vorhandene Königskrone über den Initialen CR mit der römischen Zahl IX. Diese gehen auf den König Christian IX. von Dänemark zurück, der 1888 durch den deutschen Kaiser und König von Preußen Wilhelm II. zum Regimentschef des Thüringischen Ulanen-Regiments Nr. 6 ernannt wurde.

Das Augustinereremitenkloster
Rückseite des Rathauses

Thüringer Apothekenmuseum

Ein weiteres interessantes Museum ist das Thüringer Apothekenmuseum im „Haus Rosenthal“. Dieses ist in einem der ältesten Fachwerkhäuser von Bad Langensalza untergebracht und präsentiert auf einer Fläche von 276 m² eine Ausstellung zur Pharmaziegeschichte des 18. – 20. Jahrhunderts.

Gezeigt werden wertvolle Standgefäße aus Glas, Porzellan und Holz, pharmazeutische Arbeitsgeräte, sowie Mörser und Waagen. In acht Räumen können die Besucher die verschiedenen Arbeitsbereiche einer alten Apotheke entdecken.

Im angrenzenden Apothekergarten wachsen mehr als 80 verschiedene Heilkräuter. Die Besucher können auch das restaurierte Baudenkmal „Haus Rosenthal“ aus dem Jahr 1515 hautnah erleben. Besonders eindrucksvoll sind die historischen Wandvertäfelungen und die Holzstube.

Das Apothekenmuseum ist Freitag bis Sonntag sowie an einigen gesetzlichen Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, in der Wintersaison bleibt der Apothekergarten geschlossen.

Führungen für Schulklassen und Gruppen sind wochentags auch außerhalb der regulären Öffnungszeit nach Terminabsprache möglich. Museumsführungen können nur nach Voranmeldung stattfinden.

Während die Ausstellungen im Erdgeschoss sowie der Apothekergarten barrierefrei sind ist das Museum ist in der oberen Etage leider nicht barrierefrei.

Das Thüringer Apothekenmuseum im „Haus Rosenthal“
Die Touristinfo gegenüber der Marktkirche

Das Friederikenschlösschen

Das Friederikenschlösschen wird nach der Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels (1715-1775) genannt die von 1746 bis zu ihrem Tode in Langensalza lebte. Sie ließ das Schlösschen von 1749 bis 1751 mit den zwei benachbarten Kavaliershäuschen als Sommerresidenz errichten. Friederike war eine Tochter des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (Ernestiner) und mit dem Herzog Johann Adolph II. von Sachsen-Weißenfels (1685-1746) verheiratet.

Der Park am Schlösschen wurde nach historischen Plänen als barocke Gartenanlage angelegt. Im ehemaligen Wagen- und Stallhaus an der Nordseite des Gartens befindet sich seit März 2008 die historische Schaudruckerei der Stadt. Im hinteren Teil des Gartens steht ein historischer Gartenpavillon aus dem Jahr 1878, dort sprudelt aus einem Bronzebecken Schwefelwasser, das seit 1812 in der Kurstadt als Heilwasser verwendet wird.

Direkt neben dem Schlösschen befindet sich ein Restaurant, hier können Sie im Sommer draußen in einem Biergarten sitzen und die schöne Atmosphäre des Schlösschens und die barocke Gartenanlage genießen.

Das Friederikenschlösschen ist nach der Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels benannt
Die historische Schaudruckerei Im ehemaligen Wagen- und Stallhaus

Gärten- und Parkanlagen in Bad Langensalza und das Aboretum

Viele Besucher kommen in die Stadt, um die vielen Gärten- und Parkanlagen zu besuchen für die Bad Langensalza bekannt ist. Es sind Orte der Ruhe und Besinnlichkeit, bieten aber auch spektakuläre und unauslöschliche Panoramen, an die sich jeder Besucher gerne zurückerinnert.

Die große Vielfalt der Gärten mit ihren unterschiedlichen Themen wie z.B. der Japanische Garten, der Rosengarten, das Arboretum oder auch der Schlösschenpark bieten Erlebnis und Erholung in einem und sind ein Muss für jeden Gartenfan. Über einige berichten wir nachfolgend.

Das Arboretum ist ein Baumpark in dem 219 verschiedene Arten von Gehölzen, die 23 Pflanzenfamilien zugeordnet werden, wachsen. Der Baumpark zeigt sich je nach Jahreszeit in einem ständig wechselnden Blütenkleid.

Ab Ende März strecken sich eine halbe Million Flühblüher der Sonne entgegen, gefolgt von Feuerkolben, Riesenlilien und Wildgladiolen, die für ein buntes Blütenmeer sorgen.

Im Sommer und Spätsommer präsentieren sich Dahlien, Studenten- und Vanilleblumen, Herbstastern und Rosen.

Mit Herbstkrokussen, die von September bis Oktober blühen, verabschiedet sich das Aboretum in den Winterschlaf.

Neben den Pflanzen sorgen Skulpturen aus Holz und Muschelkalk von neun Künstlern aus vier Ländern für einen besonderen Flair.

Besucher des Parks können auch auf Pfaden der Stadtgeschichte wandeln. Hier befindet sich auch das Hannoveraner Denkmal, das an die Schlacht bei Langensalza 1866 erinnert sowie der 2009 aufgestellte Friedenspfahl. Ebenfalls im Park steht die Gottesackerkirche aus dem Jahr 1734, diese wird aufgrund ihrer tollen Akustik als Konzertkirche „St. Trinitatis“ genutzt.

Der Park ist im März und Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr und von April bis September täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten bleibt der Park geschlossen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Eingang zum Aboretum
Besonders schön und exotisch präsentiert sich der Japanische Garten

Japanischer Garten und Rosengarten

Besonders schön und exotisch präsentiert sich der Japanische Garten. Wunderschön gestaltet ist er eine Oase der Ruhe. Es erwartet Sie ein Platz der heiligen Bäume versteckt hinter einem Bambushain, Steine der Achtsamkeit, eine Teichlandschaft mit plätscherndem Wasserfall und ein Teepavillon, indem Sie Gast einer original japanischen Teezeremonie sein können.

Der Garten vereint verschiedene Stile und Epochen japanischer Gartenkunst. Er ist zu fast jeder Jahreszeit sehenswert. Kirchblüte im April, Blütenteppiche aus Azaleen im Mai, Lilien und üppiges Grün im Sommer sowie flammend roter Ahorn im Herbst. Sie sollten es nicht verpassen diesem Gaten einen Besuch abzustatten.

Der Park ist kostenpflichtig (Kinder bis 12 Jahre müssen nichts bezahlen) und im März und Oktober täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr (April bis September bis 19 Uhr) geöffnet. Hunden ist der Zutritt nicht gestattet.

Benachbart zum Japanischen Garten befindet sich der Rosengarten. Auf 18000 qm erwarten Besucher fast 450 Rosenarten. Hier wirkte Deutschlands einzige Rosenzüchterin Anni Berger. Zwischen 1950 und 1990 wurden im Rosengarten 91 Rosensorten gezüchtet. Noch heute gilt die Rose als die Königin aller Blumen. Der Rosengarten gilt als einer der schönsten im Land, 2002 wurde der Stadt das Prädikat „Rosenstadt“ verliehen.

Von Juni bis Oktober verwandeln historische und Englische Rosen, Wildrosen und Edelrosen, Rosenhochstämme und Kleinstrauchrosen in ein blühendes und duftendes Farbenmeer. Nach einem Rundgang durch das Blüten- und Farbenmeer können Sie im Rosencafé einkehren und bei schönem Wetter auf der Terrasse den Garten bei Speisen und Getränken oder einem Eis genießen. Das Rosencafé kann auch separat über einen Eingang im angrenzenden Wohngebiet betreten werden.

Der Rosengarten ist von Mai bis September täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr (Oktober täglich 10:00 bis 18:00 Uhr) geöffnet, von November bis April ist der Park geschlossen. Der Eintritt ist kostenpflichtig, Kinder bis 12 Jahre erhalten freien Eintritt. Hunden ist der Zutritt nicht gestattet.

Wasserfall im Japanischen Garten
Im Rosengarten erwarten Besucher fast 450 Rosenarten

Die Friederiken Therme in Bad Langensalza

Die Friederiken Therme in Bad Langensalza ist das Herzstück der Kur- und Wellnessangebote der Stadt.  Basierend auf den natürlichen ortsgebundenen Heilmitteln Schwefel, Sole und Trinkheilwasser finden Gäste sowohl im therapeutischen Bereich als auch in der Bade- und Saunalandschaft passende Angebote.

Die großzügig angelegte Badelandschaft mit Innen- und Außenbecken lädt bei 32°C warmen Solewasser zum Entspannen und schwerelosem Baden ein. Als Sole wird Wasser bezeichnet, das einen Salzgehalt von 1,5 bis 6% besitzt. Solebäder empfehlen sich bei Haut- und Erkältungskrankheiten, bei Allergien, Durchblutungs-, Stoffwechsel- oder nervösen Störungen, bei Verdauungs-, Nieren- und Blasenbeschwerden.

Angenehme Wärme bieten nicht nur finnische Saunen und Dampfbäder, sondern auch die „Rosensauna“. Mit Rosenquarzsteinen und Rosenaromen erleben Sie ein Stück der Bad Langensalzaer Liebe zu den Gärten und vor allem zur Rose.

Im großzügig angelegten Saunagarten befindet sich die Erdsauna, welche mit Holz auf 110°C beheizt wird. Weitere Saunen befinden sich im Innen- sowie Außenbereich. Fußbäder, Tauchbecken und Duschen erfrischen zwischen den Saunagängen und regen den Stoffwechsel an.

Zahlreiche Wellness-Angebote wie Bäder + Packungen sowie Massagen runden das Angebot ab.

Ihren Wohlfühl-Tag können Sie im Café und Restaurant „Heimatliebe“ ausklingen lassen. Es erwarten Sie eine regionale Küche, gesundheitsorientierten Snacks, hausgemachte Limonade uvm. Highlight ist das täglich frischgebackene Kuchenangebot. All das steht natürlich auch während des Besuches der Therme zur Verfügung.

Die Friederiken Therme bleibt aufgrund der jährlichen Revision vom 5. bis einschließlich 24. Juli 2026 geschlossen!

Der seit 1994 bestehende 1600 m² große Naturgarten
Das Rosencafé am Rosengarten

Welterberegion Wartburg-Hainich

Bad Langensalza liegt in der Welterberegion Wartburg-Hainich, einer einzigartigen Kulturlandschaft, in der Geschichte und Natur auf ganz besondere Weise miteinander verschmelzen. Die Region wird geprägt von der Wartburg in Eisenach als UNESCO-Weltkulturerbe und dem Nationalpark Hainich als UNESCO-Weltnaturerbe.

Die Wartburg blickt auf fast tausend Jahre deutsche und europäische Geschichte zurück und ist eng mit Persönlichkeiten wie Martin Luther, Heilige Elisabeth und Richard Wagner verbunden. Der Nationalpark Hainich beherbergt einen der letzten großen Buchenurwälder Europas mit über 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Besucher dieses Naturschatzes können auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich das grüne Dach des Waldes hautnah erleben.

Thüringen mit der Welterberegion Wartburg-Hainich ist reich an historischen Städten wie Eisenach, Mühlhausen, Gotha und Weimar. Diese bieten Besuchern Mittelalterliche Altstädte, prächtige Kirchen, Fachwerkhäuser, lebendige Marktplätze und bemerkenswerte Persönlichkeiten wie Johann Sebastian Bach und Thomas Müntzer. Besonders hervorzuheben ist neben der Wartburg auch Schloss Friedenstein in Gotha. Es bewahrt mit seiner Forschungsbibliothek wertvolle Schriften, die als UNESCO-Weltdokumentenerbe ausgezeichnet sind.

Natur- und Aktivurlauber erkunden die Region auf Wanderungen, Fahrradtouren oder beim Kanufahren. Dichte Wälder, sanfte Hügel, weite Täler und naturnahe Flusslandschaften bieten gute Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten, Tierbeobachtungen und Familienausflüge. Es gibt viele Gründe für einen Besuch Thüringens mit seinen geschichtsträchtigen Städten genauso wie der Besuch Bad Langensalzas. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, es lohnt sich.