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Bad Bevensen - Kurort und Jod-Sole-Heilbad
Im Osten der Lüneburger Heide liegt beiderseits des Flusses Ilmenau Bad Bevensen, das einzige Mineralheilbad dieser beliebten Urlaubsregion. Rund um den Kurort finden Besucher eine wald- und wasserreiche Natur sowie eine malerische Heidelandschaft.
Bad Bevensen bietet vielfältige Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten für aktive und gesundheitsbewusste Menschen. Hier können Besucher tief durchatmen und den Stress des Lebens vergessen, die schöne Natur und die Ruhe des Ortes helfen dabei. Machen Sie einen Spaziergang durch den schönen weitläufigen Kurpark oder tauchen Sie ein in das warme Heilwasser der Jod-Sole-Therme.
Der Kurort liegt zwischen Lüneburg und Uelzen im Tal das Ilmenau, umgeben von Wiesen, Feldern und Wäldern. Der Ort ist seit 1975 Jod-Sole-Heilbad und bietet eine Mischung aus Gesundheit, Aktivitäten und Entspannung. Bad Bevensen verfügt über eine schöne Altstadt mit historischen Fachwerkhäusern, die nach dem großen Stadtbrand 1811 völlig neu und mit verändertem Grundriss wieder aufgebaut wurde.
Die leicht hügelige Umgebung ist geprägt durch Wiesen und Ackerlandschaften sowie den bewaldeten Höhenzüge Lohn, Rießel, Amtsheide und Klaubusch die für ein gemäßigtes Reizklima sorgen. Die etwa 15 Hektar große Klein Bünstorfer Heide lädt zu Spaziergängen, Fahrradtouren und Wanderungen ein.
Geschichte von Bad Bevensen
Auf eine erste Besiedlung der Gegend in der älteren und mittleren Bronzezeit zwischen 1500 und 600 v. Chr. weisen 59 Grabhügel hin die sich in der „Flur Kleinkiebitzmoor“ befinden.
In der Karolingischen Zeit ab 768 entwickelte Bevensen sich zum bedeutendsten Ort an der oberen, bis hierhin schiffbaren, Ilmenau. Hier entstand eine Raststätte für wandernde Kaufleute und ein Umschlagplatz für Waren vom Land auf den Wasserweg.
830 erfolgt die Gründung einer ersten Kirche, die ein Holzbau war. 1025 wird die Taufkirche umgebaut zu einer romanischen Kreuzkirche.
Ab 950 hat Bevensen als Marktsiedlung Wikrecht und ist geistlicher Mittelpunkt von erheblicher Bedeutung sowie Handelsstation für reisende Kaufleute. Zeitweise soll eine Burg als Festung gegen die vordringenden slawischen Wenden aus dem Osten gedient haben.
1162 erfolgt eine erste urkundliche Erwähnung eines „werendagi de beuenhusen“. In einer Urkunde von Herzog Ernst des Strengen von Braunschweig und Lüneburg wird die Gegend um Bevensen als „oppidum“ (Marktflecken) bezeichnet.
1336 erfolgt die Vollendung und Einweihung des Klosterneubaus, Verbunden damit war die Übersiedlung des Konvents der Zisterzienserinnen vom damaligen Medingen in das neue Kloster in Zellensen. Zellensen wird daraufhin in Medingen umbenannt, aus dem früheren Klosterstandort wird Altenmedingen.
1450 wird Bevensen vom Bischof von Verden an das Kloster Medingen verpfändet. 1529 erfolgte die Einleitung der Reformation, zugleich wurde Bevensen unter die Verwaltung des Landesherrn gestellt, da sich die Zisterzienserinnen weigern, zum Luthertum überzutreten. 1554 nach fast 30jährigem „Nonnenkrieg“ sind Bevensen und Kloster Medingen vollständig „reformiert“.
Um 1560 erfolgte eine erste Schulgründung, 1619 die Errichtung eines neuen Schulhauses bei der Kirche in dessen Obergeschoss Bürgermeister und Rat amtieren. Am 26.10.1790 zerstörte ein Feuer weite Teile der Siedlung, am 05. und 06.11.1811 wurde der Flecken erneut durch eine Feuerbrunst zerstört.
1847 wurde die Bahnlinie Harburg-Hannover eröffnet, 1867 bekam der Ort ein Postamt. 1929 erhielt der Flecken seine Stadtrechte und wird im selben Jahr Luftkurort. 1964 wurde bei Erdölbohrungen die Quelle des Heilbades gefunden und an die Stadt verkauft. Seit 1976 trägt die Stadt nach der staatlichen Anerkennung als Mineralheilbad das „Bad“ im Namen. Zahlreiche Kliniken und Gesundheitseinrichtungen haben sich in der Stadt angesiedelt.
Anreise
Bad Bevensen ist mit dem Auto aus allen Richtungen bequem zu erreichen. Aus Richtung Norden kommend geht es über die A39 bis Lüneburg und weiter über die B4 in die Stadt.
Aus Richtung Süden kommend geht es über die die A7 zum Salzgitterdreieck, weiter über die A39 bis Braunschweig und über die B4 nach Bad Bevensen.
Aus Richtung Berlin kommend geht es über die A2 zum Autobahnkreuz Wolfsburg, weiter über die A39, B188 und B4 nach Bad Bevensen. Oder über die A24 zur Ausfahrt Neustadt/Glewe und weiter über die B191 bis Hohenzethen und dann der Ausschilderung nach Bad Bevensen folgend.
Aus Richtung Westen kommend geht es über die A2 und A7 bis zur Ausfahrt Soltau Ost und weiter über die B71 und B4 nach Bad Bevensen.
Per Bahn gibt es Verbindungen im Stundentakt in Richtung Norden nach Hamburg und in südlicher Richtung über Uelzen nach Hannover. Außerdem hält der Metronom in der Stadt, mit einem Tagesticket dieses Eisenbahnverkehrsunternehmens lassen sich auch schöne Ausflüge in die Umgebung machen. Der nächste internationale Flughafen ist Hamburg-Fuhlsbüttel.
Stadtführungen
Einmal wöchentlich werden jeweils am Samstag um 14:00 Uhr Führungen durch die Innenstadt angeboten. Die Stadtführer/-innen haben viel Wissenswertes über die Geschichte Bad Bevensens zu berichten. Treffpunkt ist direkt vor dem Kurhaus. Der Stadtrundgang bietet eine gute Möglichkeit, sich bei einem Bummel durch die Stadt über die Geschichte des Urlaubs- oder Kurortes und den wichtigsten historischen Gebäuden zu informieren.
Zahlreiche Erlebnisführungen wie Kurparkführungen, Krimiwanderungen, Vollmondwanderungen sowie geführte Radwanderungen runden das Angebot ab. Oder Sie gehen auf Entdeckungstour durch den Ort, dabei hilft Ihnen ein Stadtplan, der in der Touristinformation erhältlich ist.
Altstadt
Nach dem großen Stadtbrand im November 1811 wurde die Altstadt völlig neu und mit verändertem Grundriss wieder aufgebaut. Der neue Grundriss nach den damals aktuellen Erkenntnissen zu Brandschutz und Hygiene wurde von Johann-Peter Eckermann, dem späteren Privatsekretär und Freund von Johann Wolfgang von Goethe verordnet. Zahlreiche sehenswerte Häuser sind im Stadtgebiet zu finden, darunter die Ratsapotheke, die eines der schönsten Fachwerkhäuser der Stadt ist.
In der Mitte der Stadt befindet sich der Kirchplatz der Treffpunkt für Feste ist oder auch nur zum Sitzen und Unterhalten auf den Terrassen der Lokale einlädt. Hier findet auch der Wochenmarkt statt auf dem frisches Obst und Gemüse und viele Produkte aus der Region verkauft werden.
Hier steht die Dreikönigskirche, die nach dem Stadtbrand von 1811 errichtet wurde. An gleicher Stelle standen bereits seit 833 Kirchen. Die heutige Kirche wurde 1736 anstelle einer größeren romanischen Kreuzkirche errichtet, die allerdings aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden musste. Diese wurde aber beim Stadtbrand 1811 bis auf die Grundmauern zerstört und ab 1812 neu gebaut.
Kurpark
Mittelpunkt des Kurortes ist der schöne und weitläufige Kurpark. Bereits in den 1920er Jahren kamen die ersten Gäste, sogenannte „Sommerfrischler“ nach Bad Bevensen, um hier zu entspannen. 1955 erlebte der Kurpark seine Geburtsstunde. Als in den 1960er Jahren die Jod-Sole Quelle entdeckt wurde, entwickelte sich der Kurort rasant.
Der Teich im Rhododendronpark sowie Rundwege und Brücken über die Ilmenau, das durch den Kurpark hindurchfließt, wurden angelegt. Dazu kamen der Neptunbrunnen, die Sonnenfalle und die Sonnenuhr. Das besondere an der Sonnenfalle sind die Lehmwände, die die Wärme der Sonnenstrahlen speichern und bei kühlem Wetter wieder abgeben.
Der Kurpark ist ein im Stil des Englischen Landschaftsgartens angelegter Park mit einer Fläche von rund 15 Hektar und einer großen Pflanzenvielfalt. Neben der Blütenpracht sind die Bäume besonders schön. Hier stehen verschiedene Eichen und spezielle Arten wie der Taschentuchbaum mit großen, weißen Blüten oder Urweltmammutbäume mit tief gefurchten, rötlichen Stämmen.
Besonders schön ist der Kurpark im Frühjahr und Sommer, wenn die Gärtner jährlich 100.000 Pflanzen mit immer neuen Kreationen pflanzen. Die vielfältigen Staudenbeete und über 500 Bäume aus aller Welt bezaubern zu jeder Jahreszeit. 14 Stationen im Park erzählen von Geschichte und Geheimnissen des Parks und geben Tipps für Entspannung und Wohlbefinden. Ein 1,5 Kilometer langer barrierefreier Rundweg verbindet die Stationen miteinander.
Ein digitaler Guide gibt Auskunft über die einzelnen Stationen, Tiere und Pflanzen, Anekdoten und Wissenswertes über die Kurstadt. Entdecken Sie kleine und große Geheimnisse, wundersame Pflanzen, sichtbare und weniger sichtbare Schätze und Wissenswertes über den Park und seine Bewohner. Sie können die digitalen Inhalte während Ihres Rundgangs durch den Park entdecken oder alternativ auch ganz bequem von zuhause aus. Die kostenfreie Broschüre zum Rundweg ist in den Tourist-Informationen erhältlich.
Der Kurpark ist ein besonders schöner Austragungsort für Feste und Veranstaltungen. So zum Beispiel für den farbenfrohen Töpfermarkt oder die Kurparknächte, bei denen der Park in geheimnisvollem Licht erstrahlt. Auch Gottesdienste werden in den Sommermonaten hier abgehalten. Sie können auch an einer Führung mit der Stadtgärtnerin Christiane Wittkowski teilnehmen die Besucher gerne die Besonderheiten des Parks zeigt. Termine für Führungen und Veranstaltungen erhalten Sie auf der Webseite der Stadt (http://www.bad-bevensen.de/).
Direkt am Kurpark steht das Kurhaus, diese moderne und barrierefreie Veranstaltungsstätte ist der kulturelle Anziehungspunkt der Region. Das Veranstaltungsprogramm ist abwechslungsreich, da ist für jeden Geschmack sicherlich das passende dabei. Bei schönem Sommerwetter öffnet sich die Bühne zum Kurpark hin und Besucher können die Veranstaltungen im Freien genießen. Auch Ausstellungen und Märkte finden hier statt, diese werden oft auch auf das weitläufige Gelände rund ums Gebäude ausgedehnt.
Weitere Informationen über den Kurpark erhalten Sie über den Kurparkguide und den Digitalen Kurpark-Flyer.
Jod-Sole-Therme
Direkt am Kurpark und neben dem Kurhaus gelegen ist die Jod-Sole-Therme die Wohlfühloase der Kurstadt. Mehrere Innen- und zwei Außenbecken laden zum genussvollen Schwimmen ein. Das große Vitalbecken (32 °C, 3% Sole) und das etwas kleinere Gesundheitsbecken (35 °C, 4% Sole) sind die Innenbecken der Therme.
Viele „Wasserattraktionen“ können im Vitalbecken genutzt werden: Champagnersprudel, Sprudel-Sitznischen und Sprudel-Liegeflächen, eine Sprudelstange, Bodensprudler, Massagedüsen und drei Einzelwhirlpools. Das Gesundheitsbecken ist 35 Grad warm. Damit Besucher auch einfach nur ruhig im Heilwasser liegen oder einige Schwimmzüge machen können, sind im Gesundheitsbecken die Massagedüsen, Becken- und Bodensprudler jede Stunde nur für 15 Minuten lang eingeschaltet.
Die Jod-Sole-Therme besitzt die größte Thermal-Außenwasserfläche Norddeutschlands. Mit einem Solegehalt von drei Prozent ist das Wasser in den beiden Freibecken mit ihren über 900 Quadratmetern Wasserfläche ganzjährig 32 °C warm – an kalten oder regnerischen Tagen sowie in den Abendstunden ist das Schwimmen im Heilwasser ein ganz besonderes Erlebnis. Entspannen Sie unter Schwallduschen, Bodensprudlern und Nackenduschen oder gleiten Sie durch den Strömungskanal. Zeit für Entspannung, Ruhe und Erholung bieten die Ruheräume im Bade- und Saunabereich sowie Liegebereiche mit Blick auf die Freibecken.
Zeit zum Durchatmen bieten die Jod Sole Grotte und die Nebel Grotte, beide bieten Entspannung und körperlichen Ausgleich zum Erhalt der Gesundheit. Die natürliche Heilkraft des Salzes ist seit Jahrtausenden bekannt, nicht umsonst wird bei einigen Bronchialerkrankungen oder Neurodermitis ein Kuraufenthalt an der See empfohlen.
Die SOLE- & SALZWelt bietet eine 85 °C warme Salzsauna und eine Salzlounge mit einem kleinen Gradierwerk. In der gemütlichen Kaminecke und im Salzgarten mit dem größeren Gradierwerk kann auf den bereitgestellten Liegen entspannt werden. Im Sole-Erlebnisraum werden regelmäßig sanfte Aufgüsse angeboten.
Das Spa & Vital Center bietet eine vielseitige Auswahl an verwöhnenden wie wohltuenden Massagen, Anwendungen und gesundheitsfördernden Therapien. Genießen Sie Kuchen- und Kaffeespezialitäten bei gutem Wetter auf der Terrasse. Das Sole-Bistro ist täglich zwischen 11 Uhr und 19 Uhr geöffnet.
Aktivitäten
In der waldreichen Umgebung rund um Bad Bevensen lässt es sich wunderbar wandern und Rad fahren. Als Wegweiser dient dabei die Ilmenau die mitten durch den Kurpark fließt und sich weiter durch die Auen und Wiesen über Lüneburg bis an die Elbe schlängelt.
In der überwiegend flachen Landschaft der östlichen Lüneburger Heide lässt es sich gemütlich und bequem wandern. Ein gut ausgebautes Wanderwegenetz führt durch das Ilmenautal, entlang des Elbe-Seitenkanals und durch Wälder, Felder und hübsche kleine Bauerndörfer. Die ausgeschilderten Touren sind zwischen 5 und 21 km lang. Ein befestigter 700 Meter langer Rundwanderweg speziell für Menschen, die im Rollstuhl unterwegs oder nicht mehr gut zu Fuß sind, führt durch einen lichten Kiefernwald.
Acht Radrundtouren rund um Bad Bevensen laden ein, die östliche Lüneburger Heide per Fahrrad zu entdecken. Die ausgeschilderten Touren führen zwischen 20 und 69 km Länge durch eine sanfthügelige Landschaft zu den schönsten Dörfern. Am Wegesrand liegen kleine Kirchen, Kapellen und Großsteingräber, bedeutende Heideklöster und andere für die Lüneburger Heide typische Sehenswürdigkeiten, die einen Zwischenstopp lohnen.
Golfspieler treffen sich auf dem 18-Loch-Golfplatz mit 72 Par in Secklendorf direkt bei Bad Bevensen. Hier können Sie das Golfspiel auch einmal kostenfrei ausprobieren. Ganz ohne Vorkenntnisse können Sie in Niendorf I eine Runde SwinGolf spielen, eine vereinfachte Form des Golfs mit Universalschläger und größerem Ball. Eine Miniaturgolfanlage, die klassisch aus 18 Bahnen besteht, liegt direkt am Ufer der Ilmenau auf der anderen Seite des Kurparks.
Einkaufen und Einkehren
In der Fußgängerzone der Stadt reihen sich Geschäfte und Lokale aneinander. Nahezu alle sind inhabergeführt und bieten eine Auswahl an Mode, Schuhen, Accessoires und vieles mehr an. Von Mai bis Oktober öffnen die Geschäfte auch sonntags, ein buntes Programm begleitet diese Sommer-Sonntage.
Wer eine Pause vom Einkaufbummel machen möchte, kann sich mit Kaffee und Kuchen oder einem leckeren Mittagessen verwöhnen lassen. Die gastronomische Vielfalt reicht von traditioneller deutscher Küche über internationale Spezialitäten bis hin zu veganen und vegetarischen Gerichten.




















