Hannover - „aufregend unaufgeregt!“
Sie kommt so unscheinbar daher, die Landeshauptstadt Niedersachsens, dabei bietet Hannover viel mehr, was aber erst auf dem zweiten Blick zum Vorschein kommt. Hannover ist eine Großstadt im Grünen und besitzt mit der Eilenriede den größten Stadtwald der Welt.
Neben der Eilenriede bietet die Stadt mit dem Maschsee ein weiteres beliebtes Ausflugsziel das im Sommer zum Maschseefest, Deutschlands größtem Seefest, viele Besucher anlockt. Viele Sehenswürdigkeiten wie die Herrenhäuser Gärten, das alte und neue Rathaus sowie die Altstadt machen die Stadt sehenswert. Ein roter Faden, der auf den Boden gemalt wurde, führt Besucher zu den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt.
Auch für seine Veranstaltungen ist die Stadt bekannt. Jeden Samstag von März bis Oktober findet Deutschlands ältester Flohmarkt am Hohen Ufer statt. Im Sommer findet das Schützenfest statt das 2027 bereits zum 498. Mal stattfindet. Ordentlich auf die Ohren gibt es zur Sommersonnenwende mit über 40 Bühnen bei der Fête de la Musique. Und da wäre auch noch der Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten, fünf teilnehmende Nationen treten an fünf Abenden im Sommer gegeneinander an.
Hannover war Expostadt im Jahre 2000 und ist ein bedeutender internationaler Messestandort. Hannover kann als Versicherungsstadt bezeichnet werden, haben hier doch viele Deutsche Versicherungen ihren Hauptsitz, darunter der HDI-Gerling oder auch der Talanx-Konzern.
Die Stadt ist auch ein bedeutender Industriestandort da einige bekannte Industriebetriebe hier ihre Zentrale haben, darunter der Reifenhersteller Continental, der Nutzfahrzeughersteller VW, der Autobatterienhersteller Clarius Varta, der Fahrzeugsystemhersteller ZF-Wabco Hannover oder auch der Baumaschinenhersteller Komatsu Hanomag. Das größte Touristikunternehmen Europas, die TUI AG, hat hier ihre Zentrale.
Die Stadt stellte bereits einen Bundeskanzler, einen Bundespräsidenten sowie die amtierende Verteidigungsministerin. Hannover ist Universitätsstadt mit neun Hochschulen, darunter die Medizinische und die Tierärztliche Hochschule. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist die z. Zt. größte medizinische Ausbildungsstätte in Deutschland, rund 4.000 Studenten sind hier immatrikuliert.
Auch musikalisch hat Hannover einiges zu bieten, erhielt die Stadt doch im Jahre 2014 den Titel „UNESCO City of Music“ verliehen, bekannteste Band der Stadt sind die Scorpions. Im Übrigen sind laut einer Umfrage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) 77% der befragten Einwohner zufrieden mit ihrer Stadt. Hannover ist vielseitig und interessant, Grund genug, um diese Stadt einmal zu besuchen.
Geschichte der Stadt
Hannover entstand aus einer mittelalterlichen Siedlung an einer hochwassergeschützten Stelle am Ufer der Leine. Erstmals wurde Hannover im Jahre 1150 als „Vicus Hanovere“ (Martkflecken) erwähnt, der Name der Stadt entstand wahrscheinlich aus dem Wort Honovere was „Hohes Ufer“ bedeutet. Im 12. Jahrhundert ließ Heinrich der Löwe die Stadt ausbauen und belehnte die Grafen von Roden damit, welche von der Burg Lauenrode, einer Wasserburg in der Leineniederung bei Limmer, aus herrschten.
1241 erhielt Hannover, als Teil des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, durch den welfischen Herzog „Otto das Kind“ sein Stadtprivileg. 1340 wird ein Leintor erwähnt, zusammen mit dem Aegidientor und dem Steintor besitzt die Stadt jetzt drei bewachte Tore in der Stadtmauer. 1349 begann der Neubau der Marktkirche im Stil der Backsteingotik, das war neben der Kreuzkirche (1333) und der Aegidienkirche (1347) innerhalb weniger Jahrzehnte die dritte Kirche.
1357 baut die Stadt den Beginenturm als Teil der Stadtbefestigung gegenüber der Burg Lauenrode. Pferdeturm (1373), Döhrener Turm (1382) und Lister Turm (1387) werden gebaut. 1426 schließt Hannover mit 14 Städten zwischen Elbe und Weser einen Pakt zum Schutz des Handels und zur Abwehr gemeinsamer Gegner. 1438 kommt die Stadt in den Alleinbesitz des Münzrechts.
1526 erfindet der aus dem heutigen Stadtteil Stöcken stammende Brauknecht Cord Broyhan ein helles Bier, das zu einem Exportschlager der Stadt wird. Seit 1450 dürfen nur noch die Eigentümer der Stammgrundstücke in der Altstadt Bier brauen. Zur Zeit der Reformation setzten die Bürger der Stadt die evangelischen Lehren durch, der Rat der Stadt musste schließlich ins katholisch gebliebene Hildesheim flüchten.
Im Dreißigjährigen Krieg besetzen dänische Truppen (Protestanten) 1625 die Stadt, während Tilly (für die Katholiken) die Stadt belagert. Die hinter den Stadtmauern geschützten Menschen werden vom Krieg verschont; Tilly zieht ohne Erfolg ab und die Stadt bleibt bis zum Ende des Krieges unversehrt. Im Jahre 1626 fällt ein Drittel der Bewohner der Pest, die seit Ende 1625 wütet, zum Opfer.
1636 erklärt der Herzog Georg von Calenberg Hannover zu seiner Residenz. Auf seine Veranlassung hin wird ein Jahr später an der Stelle des 1533 aufgehobenen Minoriten-Klosters mit dem Bau des Leineschlosses begonnen (heute steht hier der Niedersächsische Landtag).
1649 wird der Ballhof durch Herzog Georg Wilhelm erbaut, 1666 lässt Herzog Johann Friedrich den Großen Garten, als Teil der Sommerresidenz Herrenhausen, anlegen. 1676 wird Gottfried Wilhelm Leibniz von Herzog Johann Friedrich zum Hofrat und Leiter seiner Bibliothek berufen.
1701 wird die Kurfürstin Sophie zur Thronnachfolgerin in Großbritannien erklärt. 1714 besteigt Kurfürst Georg Ludwig den englischen Thron als König Georg I. von Großbritannien. Damit beginnt die bis 1837 dauernde Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien.
1757 wird die Stadt im Siebenjährigen Krieg von französischen Truppen besetzt. 1780 beginnt die Niederlegung der Stadtmauer, nachdem die Verteidigungsanlagen der Stadt im modernen Krieg wirkungslos geworden sind. 1803 besetzen französische Truppen das Kurfürstentum für ein Jahrzehnt. Im Königreich Westfalen ist Hannover 1810-1813 Hauptort des „Allerdepartements“.
1814 wird Hannover königliche Residenzstadt infolge der auf dem Wiener Kongress erfolgten Erhebung des alten Kurfürstentums zum Königreich. Das war auch die Zeit in der Georg Friedrich Laves, Hannovers Hofbaumeister, wirkte und einige Gebäude wie der Hauptbahnhof oder auch das Opernhaus nach seinen Plänen entstanden und der damaligen Ernst-August-Stadt ihr unverwechselbares Aussehen gab.
1826 wird die erste mit Gas betriebene Straßenbeleuchtung auf dem europäischen Festland in Hannover in Betrieb genommen. 1837 kommt das Ende der Personalunion mit Großbritannien. König Ernst August besteigt den hannoverschen Thron. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Aufhebung des Staatsgrundgesetzes von 1833. Magistrat, Bürgervorsteher-Kollegium und Stadtdirektor protestieren wie die „Göttinger Sieben“ gegen die Grundgesetzverletzung.
1843 fährt der erste Eisenbahnzug von Hannover nach Lehrte. Die Ernst-August-Stadt, ein neuer Stadtteil zwischen Georgstraße und Eisenbahn entsteht nach Plänen von Georg Ludwig Friedrich Laves. 1852 wird das Hoftheater an der Georgstraße, das heutige Opernhaus, eröffnet. 1857 ist Baubeginn des Welfenschlosses, der heutigen Universität. 1859 wird die Vorstadt Hannovers eingemeindet, damit steigt die Einwohnerzahl von 35.000 auf 55.000.
1861 wird das Reiterstandbild von König Ernst August vor dem Hauptbahnhof enthüllt, 1865 eröffnet der Zoologische Garten am Rande der Eilenriede. 1866 erfolgt die Annektion des Königreiches durch Preußen, damit wird Hannover preußische Provinzhauptstadt. 1873 zählt die Stadt erstmals über 100.000 Einwohner. 1893 fährt die erste elektrische Straßenbahn vom Königsworther Platz nach Herrenhausen.
1913 weiht Kaiser Wilhelm II. das auf 6.026 Buchenpfählen am Rande der Leine-Masch errichtete Rathaus ein. Als einziges Rathaus in Europa verfügt es über einen Schrägaufzug. 1920 werden die Städte Hannover und Linden vereinigt, damit hat Hannover hat jetzt über 400.000 Einwohner. 1937 erfolgt der Ausbau der Autobahn Berlin-Köln. Die Stadt gestaltet die vom Welfenhaus erworbenen Königlichen Herrenhäuser Gärten neu und öffnet sie für Besucher.
Im 2. Weltkrieg zerstören 88 Bombenangriffe der Alliierten die Stadt, das Zentrum liegt zu über 90 Prozent in Trümmern. Über 6.000 Menschen werden getötet, unzählige werden obdachlos. Rund sechs Millionen Kubikmeter Schutt liegen auf den Straßen, Plätzen und Grundstücken der Stadt.
1946 wird Hannover Hauptstadt des neu gebildeten Landes Niedersachsen. 1947 findet die erste Exportmesse statt. Sie trägt, vor allem nach der Währungsreform von 1948, zum zügigen Wiederaufbau der Stadt bei. 1949 erfolgt die Grundsteinlegung für das „Wunder von Hannover“ durch die Wiederaufbauplanung unter Leitung von Rudolf Hillebrecht. Erhaltene ältere Substanz der modern gestalteten Innenstadt wird in einer „Traditionsinsel“ zwischen Marktkirche und Leineufer zusammengeführt.
Anreise
Hannover ist verkehrstechnisch sehr gut zu erreichen. Am Kreuz Ost treffen die Autobahnen A2 und A7 aufeinander, wichtige Bundesstraßen wie die B3 und B6 führen durch das Stadtgebiet,
Der Hauptbahnhof ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und zählt mit rund 250.000 Reisenden täglich zu den fünf am stärksten frequentierten Bahnhöfen in Deutschland. Über das ICE-Netz der Deutschen Bahn hat Hannover direkten Anschluss an alle deutschen Ballungsräume.
Am internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen werden jährlich rund 5 Millionen Fluggäste abgefertigt, etwa 40 Fluggesellschaften fliegen den Flughafen an.
Fernbusse aus allen Himmelsrichtungen halten mehrmals täglich am neuen Zentralen Omnibusbahnhof hinter dem Hauptbahnhof der 2014 neu eröffnet wurde und zum besten Busbahnhof für Fernbusse in Deutschlands Großstädten gewählt wurde.
Das S-Bahn-Netz ist gut ausgebaut und viele schöne Ausflugsziele rund um Hannover lassen sich so gut erreichen.
Innerhalb der Stadt bringen Sie Stadtbahnen, die im Innenstadtbereich unterirdisch fahren an viele Ziele, unterstützt werden diese von Buslinien. Das Nahverkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut.
Stadttouren und die HannoverCard tourist
Sie möchten Hannover gern näher kennen lernen? Dann buchen Sie doch eine der vielen Stadttouren oder machen Sie eine Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus und erfahren sie viel Wissenswertes über die Stadt und seine Sehenswürdigkeiten per Audioguide. In den Bussen finden 70 Personen einen Platz, auch Gäste mit eingeschränkter Mobilität ist die Teilnahme dank Einstiegs-Rampe und Abstellplatz für Rollstühle möglich.
Entdecken Sie Hannover bei einer geführten Tour und erleben Sie die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven. Ob historische Altstadt, spannende Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten oder besondere Themenführungen, suchen Sie das passende für sich aus. Treffpunkt ist jeweils die Tourist Information am Ernst-August-Platz 8.
Oder möchten Sie Hannover gerne auf eigene Faust kennenlernen? Dann wandern Sie doch auf dem etwa 4.200 Metern langen Roten Faden, der auf das Straßenpflaster aufgemalt ist und an 36 Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführt.
Bequem und preisgünstig können Sie Hannover und seine Region mit der HannoverCard tourist kennenlernen. Diese bietet Ihnen freie Fahrt in allen Bussen, S- und U-Bahnen sowie Nahverkehrszügen des gesamten Großraumverkehrs sowie 50 % Ermäßigung bei einigen Sehenswürdigkeiten, Museen, bei der Buchung einer Stadttour sowie vielen Freizeiteinrichtungen, in Theatern und Varietés sowie einigen Restaurants und Cafés. Die HannoverCard tourist erhalten Sie an der Tourist-Information gegenüber dem Hauptbahnhof bzw. am InfoCounter im neuen Rathaus sowie in vielen Hotels.
Einkaufsstadt
Hannover ist als Einkaufsstadt beliebt was sich besonders an katholischen Feiertagen zeigt, wenn die Ostwestfalen gerne einen Abstecher nach Hannover machen, um hier einkaufen zu gehen. Rund um den Mittelpunkt der Stadt, dem Kröpcke, reihen sich in der Fußgängerzone der Bahnhofstraße, der Karmarschstraße oder auch der Großen Packhofstraße viele kleine Geschäfte aneinander, aber auch große Läden wie Karstadt, Kaufhof oder Peek & Cloppenburg und viele mehr sind hier vertreten.
Etwas eleganter geht es auf der Georgstraße zu, die vom Steintor aus über den Kröpcke bis zum Aegidientorplatz geht, hier findet auch die anspruchsvolle Kundschaft durchaus das passende für sich. Unterhalb der Bahnhofstraße verläuft die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade zwischen Kröpcke und Hauptbahnhof, auch hier kann sich das Angebot durchaus sehen lassen.
Auch in der Altstadt rund um die Marktkirche lohnt sich ein Einkaufsbummel, hier wechseln sich Boutiquen mit Galerien, Schuhläden mit Antiquitätengeschäften ab. In der Ernst-August-Galerie am Hauptbahnhof befinden sich auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern etwa 150 Fachgeschäfte, Cafés und Restaurants, die ein Einkaufserlebnis der besonderen Art bieten.
Etwas exklusiver geht es wiederum in der Galerie Luise zu die sich in unmittelbarer Nähe befindet. Gegenüber dem alten Rathaus befindet sich die Markthalle, die auch gerne als „Bauch von Hannover“ bezeichnet wird. 1892 erbaut bot sie bei ihrer Eröffnung 243 Verkaufsständen einen witterungsunabhängigen Platz. Die durch den Krieg zerstörte Markthalle wurde durch einen funktionalen Bau ersetzt und im Dezember 1955 neu eröffnet.
Heute bieten 73 Marktstände alle Arten von Lebensmitteln an, etwa die gleiche Anzahl an Ständen bereiten warme Mahlzeiten oder internationale Spezialitäten zu, auch ist die Markthalle ein beliebter Treffpunkt, um bei eine Tasse Kaffee oder einen Cappuccino oder auch einem Gläschen Prosecco zu sehen oder gesehen zu werden.
Die Altstadt von Hannover - vom Krieg gezeichnet
Die Altstadt von Hannover besteht heute leider nur noch aus etwa vierzig Häusern, der Rest der teils aus dem Mittelalter stammenden Fachwerkhäuser wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Ende der fünfziger Jahre wurden die restlichen Häuser die sich über das ganze Stadtgebiet verteilten abgetragen und rund um die Marktkirche und das alte Rathaus wiederaufgebaut.
Das älteste Fachwerkhaus Hannovers, ein Bürgerhaus aus dem Jahre 1566, steht in der Burgstraße 12. Ganz in der Nähe befindet sich auch Hannovers älteste Kirche, die im Jahre 1333 erbaute Kreuzkirche.
Am Holzmarkt gegenüber dem Historischen Museum steht der detailgetreue Nachbau des Leibnizhauses das im Krieg zerstört wurde. Leibniz ist wohl der berühmteste Sohn der Stadt und lebte von 1646 bis 1716. Er war einer der bedeutendsten Philosophen des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts und bewohnte das im Jahre 1499 erbaute Haus das früher an anderer Stelle der Stadt stand.
Ballhofplatz, Leineschloss, Marktkirche und das alte Rathaus
Als einer der schönsten Plätze der Stadt gilt der Ballhofplatz. Ursprünglich war der von 1649 bis 1664 erbaute Ballhof eine Sporthalle der Hofgesellschaft die hier wind- und wettergeschützt Federball spielte. Heute ist der Ballhof ein Theater und Spielort des Jungen Schauspiels Hannover.
Das Leineschloss ist ein 1637 erbautes Schloss, das aus einem Franziskanerkloster hervorging und von Georg Friedrich Laves zwischen 1816 und 1844 umgebaut wurde, es diente von 1837 bis 1866 den Königen von Hannover als Residenz. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde es von 1956 bis 1962 wiederaufgebaut, im Südflügel ist heute der Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages untergebracht.
Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört ganz sicher die Marktkirche St. Georgii et Jacobi, eine Hallenkirche mit 97 Meter hohem Turm. Das Geläut der Kirche ist das drittgrößte in Niedersachsen, die große Christusglocke ist die größte Glocke in Niedersachsen und wird nur an Festtagen oder zu besonderen Anlässen geläutet.
Gegenüber der Marktkirche befindet sich das alte Rathaus, der älteste Profanbau der Stadt. Teile des Gebäudes entstanden bereits im Jahre 1410, danach erfolgten mehrere Umbauten und Erweiterungen. Eine Bürgerinitiative verhinderte gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Abriss des Gebäudes, von 1877 bis 1891 wurde das Gebäude durch den Architekten Conrad Wilhelm Hase im Baustil der Zeit um 1500 herum umgebaut.
Das neue Rathaus
Das sicherlich schönste und bemerkenswerteste Gebäude der Stadt ist das Neue Rathaus, das am Rande des Maschparks steht. Das auf 6.026 Buchenpfählen in den Jahre 1901 bis 1913 im wilhelminischen Stil erbaute neue Rathaus wurde im Auftrag des damaligen Stadtdirektors Heinrich Tramm in Auftrag gegeben, der Platz vor dem Rathaus trägt zur Erinnerung heute den Namen „Trammplatz“ und wird gerne für Veranstaltungen genutzt.
Die Kosten für den Bau betrugen seinerzeit über 10 Millionen Mark, bei der Einweihung soll der Stadtdirektor gegenüber Kaiser Wilhelm II. gesagt haben: „Alles bar bezahlt, Majestät!“
Einzigartig ist der Bogenaufzug zur Kuppel des Rathauses. Anfangs geht es senkrecht in die Höhe um dann anschließend in einem Winkel von 17° überzugehen. Durch ein Fenster im Dach des Fahrstuhls lässt sich der Fahrverlauf verfolgen, auf Knopfdruck kann der Boden des Aufzuges ebenfalls durchsichtig gemacht werden, was ein besonderes Vergnügen darstellt aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist.
Die Aussichtsplattform wird nach Ende der Fahrt mit dem Fahrstuhl über eine Leiter erreicht, der Ausblick über die Stadt und das Umland ist grandios und sollte bei einem Besuch der Stadt unbedingt genauso wie die kostenpflichtige Fahrt mit dem Fahrstuhl mit an erster Stelle stehen.
Saison: 13. März 2026 – 31. Oktober 2026
Maschsee und Maschseefest
Beliebtes Naherholungsgebiet der Stadt ist der künstlich angelegte Maschsee, der etwa 2,4 Kilometer lang und bis zu 530 Meter breit ist. Schon im 19. Jahrhundert wurde über einen See an der Leinemasch nachgedacht um im Zuge der Eindeichung der Leine und der Ihme, die beide nach der Schneeschmelze im Harz im Frühjahr über die Ufer traten, für Hochwasserschutz zu sorgen.
Von 1934 bis 1936 wurde der See von vielen Arbeitslosen trotz schlechter Arbeitsbedingungen und für einen geringen Lohn ausgehoben, am Himmelfahrtstag im Jahre 1936 erfolgte die Einweihung. Ein gut 6 Kilometer langer Weg führt rund um den See und wird gerne von Spaziergängern, Joggern, Radfahrern und Skatern genutzt.
Das Baden im See ist an der Südseite im Strandbad möglich, ein Bootsverleih vermietet Ruder- und Tretboote, eine Segel- und Yachtschule bietet Segelanfängern Unterricht an. Im Winter darf der See zum Schlittschuhfahren betreten werden, wenn das Eis mindesten 13 Zentimeter dick ist, eine rot-weiße Flagge am Nord- und Südufer zeigt die offizielle Freigabe der Eisfläche an, ab 20 Zentimeter Eisdicke dürfen Buden und Stände auf dem See aufgestellt werden, dann beginnt eine kleine Eisparty.
Höhepunkt des Jahres ist das alljährliche Maschseefest, das rund drei Wochen dauert und etwa zwei Millionen Besucher anzieht. Viele Restaurants und Bars säumen dann das Seeufer, Kinderprogramme unterhalten die Kleinen, zahlreiche Bühnen bieten ein umfangreiches Musikprogramm oder verwandeln das Ufer in eine große Open-Air-Disco. Kult ist das Funbootrennen „Crazy Crossing“, bei dem Firmen, Clubs oder Freunde in selbstgebauten Booten, hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, gegeneinander antreten.
Die Herrenhäuser Gärten
Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit der Stadt sind die im Stadtteil Herrenhausen gelegenen Herrenhäuser Gärten. Zu den Herrenhäuser Gärten gehören der Große Garten, der Berggarten, der Georgengarten und der Welfengarten.
Erster Anziehungspunkt ist der Große Garten, einer der bedeutenden Barockgärten in Europa. Entstanden im Jahre 1666 durch den Calenberger Herzog Johann Friedrich wurde der Große Garten gegen Ende des 17. Jahrhunderts durch die damalige Kurfürstin von Hannover, Sophie von der Pfalz, weiter ausgebaut.
Es entstand ein Garten nach französischem Vorbild mit u.a. der großen Fontäne, Irrgarten, Theater sowie dem Schloss, das im Jahre 2013 wiedereröffnet wurde und heute neben einem modernen Tagungszentrum auch ein Museum beherbergt.
Anlässlich des Besuches von Barack Obama zur Eröffnung der Hannover Messe im April 2016 war das Schloss auch Treffpunkt des amerikanischen Präsidenten mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Staatsoberhäuptern von England, Frankreich und Italien, um sich bei einem gemeinsamen Essen über internationale Themen auszutauschen.
Diverse Musical- und Theateraufführungen sowie Konzerte gehören zum festen Veranstaltungskalender, berühmt sind die Gärten auch für seinen jährlich stattfindenden Internationalen Feuerwerkswettbewerb, bei dem an fünf Samstagen zwischen Mai und September Pyrotechniker aus unterschiedlichen Nationen gegeneinander antreten und zu Musik ein unvergessliches Feuerwerk in den Himmel zaubern.
Berggarten
Einer der ältesten botanischen Gärten Deutschlands ist der gegenüber dem Großen Garten gelegene Berggarten in dessen Schauhäusern und Themengärten etwa 12.000 unterschiedliche Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen besichtigt werden können.
Die modernen Schauhäuser ermöglichen ganzjährig Einblicke in tropische und subtropische Pflanzenwelten. Zu den bedeutendsten Sammlungen gehört eine der größten Orchideensammlungen Europas. Neben zahlreichen tropischen Sträuchern und Bäumen blühen hier ganzjährig zwischen 500 und 800 Orchideen.
Im neben dem Berggarten befindlichen Regenwaldhaus, das zur Expo 2000 errichtet wurde, ist heute ein Sealife-Aquarium untergebracht das u.a. Heimat gefährdeter Arten ist.
Georgengarten, Leibniztempel und Wilhelm-Busch-Museum
Neben dem Großen Garten liegt der im Stile eines englischen Landschaftsgartens angelegte Georgengarten. Die im Georgengarten liegende Herrenhäuser Allee, bestehend aus etwa 1300 Kaiserlinden, ist die Verbindung zwischen Schloss und Stadt.
Außerdem befinden sich im Georgengarten der Leibniztempel, ein offener Rundtempel mit 12 ionischen Säulen der Ende des 18. Jahrhunderts in der Nähe des heutigen Waterlooplatzes errichtet und 1934/35 in den Georgengarten versetzt wurde.
Das Wilhelm Busch Museum im Georgenpalais, ein Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, ist dem Maler, Zeichner und Dichter Wilhelm Busch gewidmet. Eine Auswahl seiner Werke ist in einer ständigen Ausstellung im Mittelbau zu sehen. Im Westflügel des Gebäudes finden Sonderausstellungen zu den Themen Karikatur und kritische Grafik statt.
Weitere Parks der Stadt
Neben den berühmten Herrenhäuser Gärten sind weitere schöne Parks einen Besuch wert. Der Hermann-Löns-Park im Stadtteil Kleefeld ist die Verbindung zwischen dem Stadtwald Eilenriede und dem Tiergarten. Die 86 Hektar große Parkanlage ist Heimat heimischer Pflanzen, auch einige seltene Pflanzen darunter Orchideen sind inzwischen in diesem Park anzutreffen.
Ein Teil des Parks wird vom Annateich eingenommen, der aus zwei voneinander getrennten Wasserflächen besteht und um den ein schöner Weg zum Spazierengehen oder Fahrradfahren herumführt. Wahrzeichen des Parks ist eine Bockwindmühle aus dem Jahre 1701, die 2008 wegen Einsturzgefahr abgebaut und nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten im Juli 2012 wiederaufgebaut wurde.
Tiergarten mit Tiergartenfest
Nicht weit vom Hermann-Löns-Park entfernt liegt der Tiergarten, ein etwa 112 Hektar großer Erholungswald mit Wildtierbestand, neben Damwild leben im Tiergarten vor allem Wildschweine und Rehe. Ursprünglich wurde der Tiergarten von Herzog Johann Friedrich im 17. Jahrhundert für die Hofjagd angelegt, dafür wurden 120 Stück Damwild ausgesetzt.
Beliebt bei Kindern ist das Tiergartenfest, das jedes Jahr am 2. Wochenende im Oktober stattfindet. Kinder die Eicheln und Kastanien sammeln um diese den Tieren im Park als Winterfutter zur Verfügung zu stellen erhalten freien Eintritt. Das Tiergartenfest lockt mit zahlreichen Spiel- und Mitmachangeboten wie den Bau von Nistkästen oder Teelichthaltern aus Holzstücken, Abschluss ist ein großer Laternenumzug mit Musik bei Einbruch der Dunkelheit.
Park der Sinne und Eilenriede
Sehr schön ist auch der Park der Sinne in Hannovers Nachbargemeinde Laatzen direkt an der Stadtgrenze, der als Expo-Projekt auf einer ehemaligen Mülldeponie entstanden ist.
Verschiedene Erlebnisräume wie der Garten der Düfte oder auch das Tal der Schmetterlinge und viele andere erwarten die Besucher, auf einem Barfußpfad oder anderen installierten Anlagen können die Sinne getestet werden, ein Amphitheater für bis zu 300 Personen steht für Veranstaltungen zur Verfügung.
Die grüne Lunge der Stadt ist die Eilenriede, der mit rund 640 Hektar der größte Stadtwald einer Großstadt in Europa ist und damit sogar den Hydepark in London übertrumpft. Vermutlich war die Eilenriede im Mittelalter der westliche Teil des Nordwaldes der große Teile Niedersachsens zwischen den Städten Braunschweig und Hannover bedeckte.
Heute dient der Wald vornehmlich der Naherholung. Große Wege – kleine Wege, lange Wege – kurze Wege, befestigte Wege – unbefestigte Wege, ein gut 130 Kilometer langes Wegenetz mit vielen Bänken zum Ausruhen führt quer durch die Eilenriede.
Hier treffen Spaziergänger auf Jogger, Fahrradfahrer auf Skater, der Fitnessbewusste auf den Naherholungssuchenden. Zahlreiche Spielplätze, Auslaufflächen für Hunde, Lichtungen zum Sonnenbaden und Picknick machen, Trimmpfade sowie ein Mountainbike-Parcours und eine Minigolfanlage komplettieren das Freizeitangebot für die Bürger der Stadt.
Zahlreiche Spielplätze, Auslaufflächen für Hunde, Lichtungen zum Sonnenbaden und Picknick machen, Trimmpfade sowie ein Mountainbike-Parcours und eine Minigolfanlage komplettieren das Freizeitangebot für die Bürger der Stadt.
Die durch die Eilenriede führende Straße, die Waldchaussee, wird samstags 15 Uhr bis sonntags 24 Uhr für den Autoverkehr gesperrt und wird dann gerne von Spaziergängern und Skatern genutzt. Die Waldchaussee diente von 1925 bis 1956 u.a. als Rennstrecke vor allem für Motorradrennen, viele Menschen klettern damals in die Bäume, um von dort aus das Renngeschehen zu verfolgen.
Besonders schön ist die Eilenriede im Frühjahr, wenn die Buschwindröschen blühen und den Waldboden in einen Teppich aus weißen Blüten verwandeln. Interessant ist auch ein Besuch der Waldstation, hier gewähren 27 Erlebnis-Stationen Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt der Eilenriede. Das 36 Meter hohe begehbare Wald-Hochhaus soll eine Eiche darstellen, die verschiedenen Stockwerke des Turmes geben Einblick in das Leben der Eiche, die Spitze des Turmes gewährt einen tollen Rundumblick auf den Stadtwald.
Kirchen in Hannover
Hannover, deine Kirchen. Wichtigste Kirche der Stadt ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Marktkirche in der Altstadt, auch Marktkirche St. Georgii et Jacobi genannt. Mit ihren 97 Meter hohem Turm ist die backsteingotische Hallenkirche eines der Wahrzeichen der Stadt.
In dieser Kirche ist Johann Michael von Obentraut, auch der Deutsche Michel genannt, begraben. Er kämpfte im Dreißigjährigen Krieg an der Spitze eines deutsch-dänischen Heeres gegen den Feldherrn Tilly, er wurde am 25. Oktober 1625 tödlich verwundet. Jeden Samstag von 12:00 bis 13:00 (außer im Monat Dezember) finden gegen ein geringes Entgelt offene Führungen in unterschiedlichen Sprachen in der Marktkirche statt.
Ebenfalls im 14. Jahrhundert entstand die Aegidienkirche die nach dem Heiligen Ägidius, einem der Vierzehn Nothelfer (vierzehn Heilige aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert), benannt wurde. 1943 wurde die Kirche bei Luftangriffen zerstört und nicht wiederaufgebaut, heute dient sie als Mahnmal für die Opfer von Kriegen und Gewalt.
Eine weitere wichtige Kirche ist die im Kreuzkirchenviertel gelegene Kreuzkirche. Neben Gottesdiensten finden hier auch Konzerte wie die „Kreuzkirchenkonzerte“ statt. Für Liebhaber von Orgelmusik sind die im Januar abgehaltenen halbstündige Konzerte bei Kerzenlicht sicherlich ein Highlight.
Eine weitere nicht uninteressante Kirche ist die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis im Stadtteil Calenberger Neustadt unweit der Altstadt.
Erlebniszoo Hannover und Sealife
Anziehungspunkt besonders für Kinder ist sicherlich der am Rande der Eilenriede gelegene Zoo, der 1865 gegründet wurde und heute etwa 2200 Tiere aus mehr als 200 Arten beherbergt. Erlebniswelten wie die Sambesilandschaft (einer afrikanischen Savannenlandschaft nachempfunden), der Gorillaberg Kibongo, die kanadische „Themenwelt Yukon Bay“ mit Wolfsschlucht, Flusslauf, Hafenstadt und Unterwasserwelt, die Elefantenanlage „Dschungelpalast“ die dem Palast des indischen Maharadschas Bakhat nachempfunden ist und vieles mehr begeistern sicherlich alle Besucher.
Auch im Winter ist der Zoo ein Anziehungspunkt, wenn von Ende November bis Mitte Februar auf Meyers Hof und im Mullewapp der „Winter-Zoo“ stattfindet und mit Attraktionen wie einer Schlittschuhbahn oder auch drei Rodelbahnen und mehr Kinder wie auch Erwachsene gleichermaßen begeistert.
Auch das nahe den Herrenhäuser Gärten gelegene Sea Life ist eine der Attraktionen der Stadt. In den zahlreichen Aquarien sind rund 2500 Tiere aus 160 Arten untergebracht. Mittelpunkt des Sea Lifes ist das 300.000 Liter fassende Ozeanbecken mit Glastunnel, hier lassen sich die Meeresbewohner aus nächster Nähe bewundern. Die regelmäßigen Fütterungen und Vorträge sind nicht nur bei Kindern beliebt.
Museen der Stadt
Niedersächsisches Landesmuseum, Sprengelmuseum, Historisches Museum, Museum August Kestner, Wilhelm Busch Museum, Kunstverein Hannover, die Liste der Museen ist lang. Das Niedersächsische Landesmuseum, das größte staatliche Museum Niedersachsens, beherbergt neben Malerei und Skulptur des 14. bis 20. Jahrhunderts bedeutende Exponate aus Archäologie, Völker- und Naturkunde.
Das Sprengel Museum zählt zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Historische Museum informiert in einer Dauerausstellung über die Geschichte von Hannover – von der Siedlung bis zur Großstadt.
Das Museum August Kestner ist das älteste Museum der Stadt und wurde nach August Kestner (1777-1853) benannt, es ist ein Museum für Kulturgeschichte und zeigt seinen Besuchern u.a. altägyptische Kunst vom 4. Jahrtausend vor Christus bis in die römisch-christliche Zeit. Das Karikaturmuseum Wilhelm Busch zeigt u.a. die umfangreichste Sammlung der Werke von Wilhelm Busch. Der Kunstverein Hannover widmet sich der Ausstellung, Vermittlung und Förderung aktueller Kunst.
Typisch Hannöversch? Der Kröpcke und die Lüttje Lage
Was ist typisch Hannöversch? Wenn sich die Hannoveraner verabreden so treffen Sie sich unter dem Schwanz. Gemeint ist damit das Reiterstandbild von Ernst August I. vor dem Hauptbahnhof. Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist am Kröpcke die Kröpckeuhr. Der Kröpcke ist der Mittelpunkt der Stadt.
Ein besonderes Getränk ist die besonders auf dem Schützenfest ausgeschenkte Lüttje Lage, ein Mischgetränk aus einem speziellen obergärigen Bier und einem Kornbrand. Das besondere an diesem Getränk ist die Trinkweise. Ein kleines Glas mit dem Bier wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten während Mittel- und Ringfinger derselben Hand ein mit Korn gefülltes Schnapsglas halten. Beim Trinken wird das Schnapsglas so gehalten das der Korn in das Bier fließt und damit zusammen mit dem Bier getrunken wird. Diese Trinkweise ist nicht ganz einfach und sorgt für reichlich Spaß, für Ungeübte liegen vorsichtshalber Schürzen oder Lätzchen bereit.
Die Hannoveraner sprechen das beste Hochdeutsch, zu den typischen hannöverschen Eigenschaften gehört das Understatement, auch wird den Hannoveranern eine besondere Sturheit nachgesagt.
Veranstaltungen
Der Veranstaltungskalender der Stadt ist umfangreich. Sicherlich eines der Highlights ist das dreiwöchige Maschseefest das von Ende Juli bis Mitte August rund um den Maschseefest abgehalten wird. Eine Mischung aus Live-Musik, Kleinkunst und Gastronomie zieht jährlich über 2 Millionen Besucher an und zählt damit zu den größten Veranstaltungen in Norddeutschland.
Auch das Schützenfest gehört zu den attraktivsten Veranstaltungen des Jahres. Es gilt als das größte und besucherstärkste Schützenfest der Welt. Am Schützenausmarsch nehmen über 10.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland teil, er ist mit einer Länge von rund 10 Kilometern auch der größte Schützenausmarsch der Welt.
Beim seit 1991 in den Herrenhäuser Gärten abgehaltenen Internationalen Feuerwerkswettbewerb treten an fünf Abenden in den Monaten Mai bis September die Pyrotechniker aus fünf unterschiedlichen Ländern gegeneinander an und zeigen zu barocker Musik ihre Feuerwerkschoreographien, eine Jury kürt am letzten Veranstaltungsabend den Gewinner der fünf teilnehmenden Nationen.
Jedes Jahr am 21. Juni zum Sommeranfang wird wie in rund 500 anderen Städten auf der ganzen Erde die Fête de la Musique gefeiert. Am längsten Tag des Jahres treten von 13 bis 23 Uhr auf gut 40 Bühnen gut 3.000 Musiker und Musikerinnern auf und bieten einen Querschnitt durch die musikalischen Stilrichtungen Jazz, Klassik, Pop, Rock, Soul, Hip-Hop und Elektro.
Liebevoll „kleines Woodstock“ wird das Fährmannsfest am Zusammenfluss von Leine und Ihme zwischen Linden und Calenberger Neustadt genannt. Das „größte alternative Open Air-Musikfestival der Region Hannover“ Anfang August ist zugleich auch ein Stadtteilfest und begann 1983 als kleines Sonntagsvergnügen und ist mittlerweile zu einem ganz besonderen Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt geworden und hat bisher über 400 Bands eine Bühne geboten.
Hannover-Marathon im April, Autofreier Sonntag im Mai, Kleines Fest im Großen Garten im Juli, Regionsentdeckertag im September, dazu der jeden Samstag stattfindende Flohmarkt am Leineufer in der Altstadt (immerhin der älteste Flohmarkt in Deutschland) sowie der traditionelle Weihnachtsmarkt rund um die Marktkirche und die Altstadt sind weitere über die Stadtgrenze heraus bekannte Veranstaltungen des Jahres die hier aufgrund der Fülle an Angeboten nicht alle einzeln aufgeführt werden können.
UNESCO City of Music
Im Jahre 2014 erhielt die Stadt von der UNESCO den Titel „UNESCO City of Music“. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Musikhochschule der Stadt zählt zu den renommiertesten der Welt und hat schon einige Stars aus allen Teilen der Welt ausgebildet. Auch als Chorstadt ist Hannover berühmt gibt es hier doch hunderte von Chören, der Violinwettbewerb ist der weltweit am höchsten dotierte seiner Art, weltbekannte Musikgruppen wie die Scorpions sowie Fury in the Slaughterhouse oder auch ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut stammen aus Hannover.
Die Grammophon-Erfinder Emil Berliner und seine Brüder produzierten bereits 1898 Schellackplatten, 1951 gingen hier die ersten LPs vom Band und 1982 wurden im benachbarten Langenhagen die weltweit ersten CDs in Massenproduktion hergestellt und machten damit Hannover zur Welthauptstadt des Tonträgerwesens.
Auch als Konzertstadt hat sich Hannover etabliert. Viele berühmte Künstler aus dem Bereich Rock/Pop gaben sich hier bereits die Klinke in die Hand, Bands wie AC/DC, Coldplay, Genesis, Pink Floyd, U2 und die Rolling Stones sowie Bruce Springsteen, Michael Jackson oder auch Madonna sind hier bereits aufgetreten. Legendär sind die Auftritte von Phil Collins Mitte der 90er Jahre der an 4 Abenden vor ausverkauftem Haus spielte und für einen Rekord in Sachen Zuschauer sorgte, insgesamt sahen 230.000 Zuschauer seine Auftritte im damaligen Niedersachsenstadion.
Neben dem Stadion stehen für Konzerte die TUI-Arena, die Swiss Life Hall oder für Open-Air-Konzerte die Parkbühne zur Verfügung. Beliebter Veranstaltungsort für Live-Musik, Kino und Disco ist das Capitol Hannover das Platz für bis zu 1600 Personen bietet.
Ein Geheimtipp ist sicherlich die Bluesgarage in Isernhagen, einer Gemeinde, die im Nordosten an Hannover grenzt. Die Bluesgarage ist ein Veranstaltungszentrum für Blues und Rockmusik das Platz für gut 400 Besucher bietet. Bekannte Künstler oder Gruppen wie Eric Burdon, Mitch Ryder, Roger Chapman, Spencer Davis Group, Wishbone Ash und viele andere sind hier schon aufgetreten.
Fahrradtour auf dem Grünen Ring
Eine wunderbare Möglichkeit die Umgebung einer Großstadt kennen zu lernen bietet unter anderem neben Bremen, Frankfurt, Hamburg und Leipzig auch die Stadt Hannover mit dem Grünen Ring.























































