Limburg an der Lahn - Domstadt mit Flair

Wer im Lahntal unterwegs ist sollte es nicht versäumen der bekannten Stadt Limburg einen Besuch abzustatten. Nehmen Sie sich aber ausreichend Zeit, um die Altstadt und den berühmten Dom kennenzulernen, es lohnt sich. Seit 800 Jahren prägt der auf einem Felssporn über der Stadt thronende Dom, der früher auf dem 1000 D-Mark-Schein abgebildet war, das Bild der Stadt.

In der Altstadt unterhalb des Domes stehen viele gut gepflegte Fachwerkhäuser, teilweise aus dem 13. Jahrhundert stammend, dicht an dicht. Diese bilden ein geschlossenes Ensemble, welches eines der besterhaltenen in ganz Deutschland ist. Viele der aus sieben Jahrhunderten stammenden mehrgeschossigen vorkragenden Fachwerkhäuser sind teils mit aufwendigen Malereien und Schnitzereien verziert.

An der engsten Stelle der Altstadt durch die früher die Handelsroute führte stehen die Häuser so dicht, dass manche Händler die Enge mit ihren Wagen nicht passieren konnten. Diesen wurden angeboten ihre Waren auf schmalere Wagen umzuladen, um sie darauf weiter zu transportieren.

In den kleinen Gassen der Altstadt finden Besucher jede Menge kleine Boutiquen, Cafés und Restaurant. Die verwinkelten Gassen öffnen sich immer wieder zu freundlichen Plätzen. In der warmen Jahreszeit sitzen sie im Freien und Genießen das Treiben der Stadt.

Wer es lieber ruhig und gemütlich mag der findet sein Lieblingsplätzchen an der Lahnpromenade. Sie können auch an einer Schifffahrt auf der Lahn teilnehmen oder Sie genießen den Blick auf den Dom von einem der Tretboote aus. Limburg hat auf jeden Fall viel zu bieten und will entdeckt werden.

Limburg liegt an der Westgrenze Hessens zwischen Taunus und Westerwald. Die nächsten größeren Städte sind Siegen im Norden, Wetzlar und Gießen im Nordosten, Frankfurt im Südosten, Wiesbaden im Süden und Koblenz im Westen. Alle Städte liegen nur zwischen 40 und 60 Kilometer entfernt.

Fachwerkhäuser am Fischmarkt
Limburger Kaffeeroesterei in der Barfuesserstraße

Geschichte der Stadt

Bereits vor 5000 Jahren gab es bei Limburg eine weilerartige Siedlung wie Funde belegen. Des Weiteren wurden auf einer Fläche von insgesamt 14 Hektar zwei römische Militärlager aus der Zeit von Kaiser Augustus (war der erste römische Kaiser, 63 v. Chr. bis 14 n. Chr.) freigelegt. Andere Funde belegen eine keltische Siedlung um 500 vor Christus auf dem Domberg. Um das Jahr 760 entstand die erste merowingische Befestigung auf dem späteren Domberg, wahrscheinlich wurde diese zur Überwachung einer Furt der Lahn errichtet.

Der Name „Limburg“ erscheint erstmals 910 in einer Urkunde und bezeichnet einen Berg, der als „Lintpurc“ bekannt sei. In diesem Jahr errichtete Gaugraf Konrad Kurzbold eine Kirche auf dem Berg. Der Bau der Stiftskirche, des heutigen Limburger Doms, begann vermutlich kurz nach der Ausstellung der Urkunde. Im 11. Jahrhundert dehnte sich die Stadt in Richtung Westen den Burgberg hinab aus und wurde im frühen 12. Jahrhundert mit einer Stadtmauer umfriedet. 

Im Jahre 1160 wurde eine hölzerne Brücke über die Lahn errichtet, über die die Fernstraße von Köln nach Frankfurt am Main führte. Für das Passieren der Brücke musste für deren Passieren spätestens seit dem Jahr 1227 bis zum Ersten Weltkrieg Zoll entrichtet werden. In der gesamten Stadtgeschichte war sie eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Ende des 12. Jahrhunderts wurden die ersten Bauten der heutigen Burg Limburg errichtet. Im Jahr 1214 wurde dem Ort das Stadtrecht durch König Friedrich II. verliehen. Im 12. und 13. Jahrhundert wuchs die Stadt um zwei Vorstädte.

1289 wurde die Stadt durch einen Brand fast völlig zerstört. Rund 60 Jahre später wütete die Pest in Limburg. „… in den kleinen Städten wie Limburg starben alle Tage zwanzig oder vierundzwanzig oder dreißig … Und starben zu Limburg mehr denn vierundzwanzighundert Menschen, ausgenommen Kinder“, schrieb Chronist Tilemann.

Bis zu Mitte des 14. Jahrhunderts hatten sich drei weitere Vorstädte gebildet. In den Jahren 1315 und 1346 wurde, vermutlich in zwei Abschnitten, die steinerne Lahnbrücke errichtet. Mit dem Tod von Johann II. im Jahr 1406 war der letzte männliche Vertreter des Hauses Limburg gestorben. Im Mittelalter waren Wollweberei und Tuchhandel die dominierenden Wirtschaftszweige. Außerdem war der Weinanbau innerhalb der kleinen Stadtgemarkung für die Region ungewöhnlich intensiv betrieben worden. Allerdings ist ein Niedergang des Wirtschaftszweigs überliefert, während des Dreißigjährigen Krieges scheint der Weinanbau im Stadtgebiet vollständig erloschen zu sein.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde Limburg 1631 und 1635 von durchziehenden Soldaten geplündert und belagert. Im Jahr 1806 fiel Limburg an das neu gegründete Herzogtum Nassau, womit auch das 900 Jahre alte Stift erlosch und die Stiftskirche zur Pfarrkirche wurde. 1818 fiel die Stadtmauer, 1827 wird Limburg Sitz eines Bischofs. Jakob Brand (1776-1833) wurde an diesem Tag ins Amt eingeführt. Auf ihn folgten bis in die Gegenwart zwölf weitere Bischöfe. Ab 1862 ist Limburg Knotenpunkt wichtiger Eisenbahnstrecken.

Während des Zweiten Weltkrieges war Limburg insgesamt elfmal Ziel von Luftangriffen, in den Morgenstunden des 25. März 1945 fand hierbei der schwerste Angriff statt. Am Folgetag rückten erste amerikanische Truppen in die Stadt ein. Im Jahr 2010 feierte Limburg den 1100. Jahrestag seiner ersten Erwähnung.

Der Bischofsplatz in der Altstadt
Die Barfüßerstraße ist eine der Gassen in der Altstadt

Anreise nach Limburg und Stadtführungen

Limburg ist ein traditioneller Verkehrsknoten, heute durchqueren die A 3 und die B 8 die Stadt. Die B 49 verbindet Limburg nach Westen mit Koblenz und nach Osten mit Wetzlar und Gießen, die B54 verbindet die A 45 mit der Stadt. Mit dem Bau der Lahntalbahn wurde Limburg 1862 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Mit dem Bau der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main erhielt die Stadt mit dem Bahnhof Limburg Süd einen Fernbahnhof, an dem ausschließlich ICE halten. Es bestehen direkte Verbindungen unter anderem nach Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Nürnberg und München sowie nach Köln, Dortmund.

Zahlreiche Parkhäuser und Parkplätze stehen im Stadtgebiet zum Parken zu Verfügung, ein Parkleitsystem erleichtert die Suche nach freien Plätzen. Limburg ist über die Fernbusanbieter Flixbus und Onebus.de an das nationale Fernbusnetz angeschlossen. Verbindungen bestehen von der Haltestelle am Bahnhof Limburg Süd nach Aachen, Bonn, Frankfurt, Frankfurt Flughafen, Heidelberg, Heilbronn, Köln, zum Flughafen Köln/Bonn, zum Flughafen Stuttgart sowie nach Tübingen. Der nächstgelegene Verkehrsflughafen ist der 53 Kilometer entfernte Flughafen Frankfurt Main. 

Samstags, sonntags und an Feiertagen finden kostenpflichtige öffentliche Stadtführungen für Einzelpersonen statt. Von März bis Ende Oktober samstags um 15.00 Uhr und sonntags um 14.30 Uhr, von November bis Ende Februar nur samstags um 15.00 Uhr.

Immer samstags können Interessierte bei einer Themenführungen Limburg noch einmal anders kennenlernen. Begleiten Sie den Nachtwächter auf seiner abendlichen Runde durch die Altstadt und erfahren Sie mehr über den Ritter Hattstein und interessante Geschichten seiner Zeit. Nachtwächterführungen beginnen von März bis Oktober um 20.00 Uhr und November bis Februar um 18.00 Uhr statt.

Beliebt sind auch die Öffentlichen Nachtwächterführungen, ein Rundgang mit dem Nachtwächter durch das romantische Limburg. Dieser geht gewandet, mit Hellebarde sowie Laterne und führt Sie durch enge Gassen, Märkte und an historischen Fachwerkhäusern vorbei. Die Führung geht von 18 bis 19.30 Uhr, um Anmeldung in der Tourist-Info wird gebeten.

Ein breites Angebot für Gruppenführungen ist ebenfalls buchbar.

Haus "Zum Goldenen Hirsch" am Kornmarkt
Der Kornmarkt ist einer der traditionsreichsten Plätze der Stadt

Limburger Dom

Das alles überragende Gebäude der Stadt ist natürlich der bekannte Dom, nach seinem Schutzpatron St. Georg auch Georgsdom genannt. Dieser thront auf einem Kalkfelsen oberhalb der Altstadt und der Lahn. Der Dom hat sieben Türme und damit mehr als jede andere Kirche in Deutschland.

Auf dem Gelände seiner Burg gründete Graf Konrad Kurzbold im Jahre 910 ein Kanonikerstift, eine kleine Kirche aus dem 8. Jahrhundert war da bereits vorhanden. Diese wurde im Jahre 1058 durch einen Neubau ersetzt.

Wohlhabende Bürger der Stadt errichteten ab ca. 1180 an gleicher Stelle eine neue Kirche, die im Wesentlichen mit dem Bau von 1058 übereinstimmte, jedoch größer wurde. Baureste dieser Kirche lassen sich im Mauerwerk des heutigen Domes nachweisen. Beim Bau des heutigen Domes, im Jahre 1235 als Stifts- und Pfarrkirche geweiht, wurde vom Vorgängerbau nur so viel abgebrochen, wie notwendig war, um den neuen Bauplan zu verwirklichen.

Der Dom spiegelt den Übergang von der Spätromantik zur Gotik eindrucksvoll wider, die Fresken im Innenraum zeugen von einer unglaublichen Handwerkskunst. Der Dom wurde nie zerstört, aber innen mehrfach übermalt und restauriert.

 Die mächtige Orgel besitzt 60 Register auf vier Manualen und Pedal mit 4222 Pfeifen. Das Geläut besteht aus 9 Bronzeglocken, sieben Glocken befinden sich im Südturm, zwei älteren Glocken, darunter die historische „Sturmglocke“, im Nordturm. 

Kostbarste Schatz ist die Reliquie des hl. Kreuzes. Sie gilt als die größte Kreuzreliquie des christlichen Abendlandes. Während der Fastenzeit und zum Fest der Kreuzerhöhung befindet sie sich im Dom. In der übrigen Zeit kann sie im Diözesanmuseum täglich, außer montags, besichtigt werden.

 Der Dom ist täglich von 8:00 – 19:00 Uhr Sommerzeit (April bis Oktober) und 9:00 – 17:00 Uhr Winterzeit (November bis März) geöffnet. Kostenpflichtige Führungen im Limburger Dom finden dienstags bis freitags um 11 Uhr und 15 Uhr statt, samstags um 11 Uhr und sonntags um 12 Uhr statt.

 

Der Limburger Dom thront oberhalb der Altstadt von Limburg
Im Inneren symbolisiert der Dom das Himmlische Jerusalem

Limburger Schloss

Neben dem Limburger Dom befindet sich das Limburger Schloss, dessen Geschichte bis in das 7. Jahrhundert zurückreicht. Sie diente als wichtige Straßensicherung am Lahnübergang. Im Laufe der Jahrhunderte war sie der Wohnsitz der Gaugrafen, gehörte den Konradinern und beherbergte die Kanoniker des Stiftes St. Georg, des heutigen Doms.

Die Burg besteht aus mehreren Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen, die einen nach Norden zur Lahn hin offenen Hof umgeben. Der Wohnturm wurde vermutlich um das Jahr 1250 errichtet. Südlich an den Wohnturm schließt sich die Kapelle St. Peter an, die im 11. Jahrhundert entstand und später erweitert wurde. Weiter südlich erhebt sich ein großer Saalbau, der nach 1379 entstand. Nördlich an den Wohnturm schließt sich der sogenannte Renaissancebau aus der Zeit um 1600 an.

Die wechselvolle Geschichte der Burg führte zu unterschiedlichen Nutzungen, darunter eine Gewerbeschule und das Diözesanmuseums Limburg. Heute beherbergen einige Räume der Burg das Stadtarchiv, während andere von der Dommusik des Bistums Limburg genutzt werden.

Neben dem Dom befindet sich das Limburger Schloss
Blick vom Schloss auf den Dom

Bischofshaus und Diözesanmuseum

Das Bischofshaus am Domplatz ist seit 2013 die Residenz des Limburger Bischofs. Die Residenz ist von historischen Stadtmauern umgeben ist und grenzt direkt an das Diözesanmuseum des Bistums Limburg an. Der Komplex besteht aus dem Haus Staffel (auch bekannt als die „Alte Vikarie”), dem ehemaligen Domküsterhaus und einem modernen Neubaukomplex. Bei den Arbeiten am Bischofshaus wurden Fundamente eines Wehrturms freigelegt.

 Das 1905 gegründete Diözesanmuseum zeigt in acht Räumen und auf dem Außengelände in neuer Aufstellung Kunstwerke und Dokumente zur Diözesangeschichte. Neben den Ausstellungsräumen im alten Museumsgebäude gehören auch Räume des benachbarten Bischofshauses mit seiner markanten Kapelle zum musealen Rundgang.

Im Untergeschoss des Museums befindet sich in zwei Räumen der Domschatz mit der berühmten Staurothek, ein byzantinisches Kreuzreliquiar aus dem 10. Jahrhundert und der aus der Spätantike stammende Petrusstab mit seiner ottonischen Goldhülle. In den oberen Räumen wird mit Kunstwerken des 6. bis 20. Jahrhunderts Geschichte, Liturgie und Kunst am Mittelrhein lebendig.

Wertvolle Paramente, Skulpturen und Gemälde geben im Ober- und Erdgeschoss auch einen Überblick über die kirchliche Kunst von der Romanik bis in die Gegenwart. Das Diözesanmuseum bietet eine Entdeckungsreise in die Welt des Christentums der vergangenen Jahrhunderte zwischen Rhein, Main, Lahn und Sieg.

Das Museum ist vom 1. April bis zum 30. Dezember dienstags bis samstags von 10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 12:00 – 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenpflichtig.

Das Bischofshaus am Domplatz ist seit 2013 die Residenz des Limburger Bischofs
Die Kapelle St. Michael war die Friedhofskapelle und das Beinhaus des ehemaligen Domfriedhofs

Die Altstadt

Neben dem Dom ist die Altstadt ein weiterer Grund Limburg einen Besuch abzustatten. Die Fachwerkbauten mit ihren reichen, oft figürlichen Schnitzereien stammen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Es sind Burgmannenhöfe und Stiftsherrenhäuser, Wohnhäuser wohlhabender Patrizier und zahlreiche Hallenhäuser, die typischen Geschäfts- und Wohnhäuser der früheren Handelsherren.

Ältestes Fachwerkhaus der Stadt ist das aus dem 13. Jahrhundert stammende Werner-Senger-Haus. Es war einst über Jahrhunderte hinweg der Sitz wohlhabender Limburger Kaufleute. Das Werner-Senger-Haus ist ein verputztes, dreiseitig massives Haus mit Fachwerkfassade. Urkundlich wurde das Haus im Jahre 1274 erwähnt. 1802 erlangte das Haus große Aufmerksamkeit, als in der Nähe von Limburg der Räuber Johannes Bückler, bekannt als „Schinderhannes“, verhaftet und in dieses Haus gebracht wurde. Heute beherbergt es ein Restaurant.

Besonders sehenswert ist das Haus der sieben Laster, dessen Fassade von Schnitzereien geziert wird, die allgemein hin als die sieben biblischen Laster Hochmut, Neid, Unmäßigkeit, Geiz, Wollust, Zorn und Trägheit gedeutet werden. Das Erdgeschoss des auf drei Seiten freistehenden Hauses besteht aus Bruchstein, auf das 1567 eine Fachwerkkonstruktion aufgesetzt wurde.

Ein weiteres schönes Gebäude ist das Haus Römer 2-4-6 aus dem Jahr 1289 das als ältester freistehender Fachwerkbau Deutschlands gilt. Der Name leitet sich ab von der Straßenbezeichnung sowie den Hausnummern. Seit 1986 gilt das gotische Fachwerkhaus als Objekt mit besonderer nationaler und kultureller Bedeutung. Schon durch seine Größe wirkt es sehr imposant. Die große Eingangshalle erstreckt sich über zwei Stockwerke. In der Ecke steht derzeit noch die Originalskulptur von Georg, dem Drachentöter, welche vom Brunnen auf dem Neumarkt bekannt ist. Im Garten der Häuser befindet sich ein jüdisches Kultbad, eine Mikwe. Dies lässt auf einen jüdischen Bauherrn schließen. Um 1349 wurden die Juden aus Limburg vertrieben und das Gebäude gelangte in den Besitz wohlhabender Patrizierfamilien.

Haus der sieben Laster dessen Fassade von Schnitzereien geziert wird
Geschnitzte Figuren an der Fassade einer Bäckerei

Plätze in der Altstadt

Limburg verfügt über einige sehr schöne Plätze in der Altstadt. Der Fischmarkt ist einer der ältesten Plätze der Stadt und zählt zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Bereits im 13. Jahrhundert diente der Platz als Handelszentrum der Limburger Wollweber. Im 14. Jahrhunderts wurde hier Fischhandel mit Fischen aus der Lahn und Meeresfrüchten, die aus Köln angeliefert wurden, gehandelt. Umgeben von Fachwerkhäusern aus dem 14. Jahrhundert, bietet der Fischmarkt Limburg ein mittelalterliches Ambiente, das Besucher in vergangene Zeiten versetzt.

Der Kornmarkt ist einer der traditionsreichsten Plätze der Stadt. Seit 1319 war der größte Platz der Alstadt Getreide- und Brotmarkt. Er ist von gut erhaltenen Fachwerkhäusern umgeben, die dem Platz seinen besonderen Charakter verleihen. Besonders auffällig ist das Haus „Zum Goldenen Hirsch“, ein ehemaliges Gasthaus aus dem 16. Jahrhundert mit prächtigem Erker und originalem Wirtshausschild. Cafés, kleine Läden und Restaurants machen den Kornmarkt zu einem beliebten Treffpunkt.

Die Plötze wurde 1339 erstmals als »Pleitzchen« erwähnt. Plötze heißt aber nicht nur der Platz, sondern der gesamte Straßenzug von der Grabenstraße bis zum Fischmarkt. Auf der Plötze steht der Brunnen des Stadthauptmann Ritter Hattstein. Laut einer Chronik soll er so stark gewesen sein, dass er ein Weinfass hochheben und aus dem Spundloch trinken konnte. Friedrich von Hattstein war ein gefürchteter Raubritter im 14. Jahrhundert, bis die Limburger ihn zum Stadthauptmann machten. Von nun an sorgte er für Recht und Ordnung statt für Furcht und Schrecken.

Der Fischmarkt ist einer der ältesten Plätze der Stadt
Auf der Plötze steht der Brunnen des Stadthauptmann Ritter Hattstein

Alte Lahnbrücke

Die Alte Lahnbrücke wurde von 1315 bis 1354 erbaut und ist über 100 Meter lang.  Es handelt sich um eine steinerne Bogenbrücke mit sechs Bögen. Ihre beiden Vorgängerinnen aus Holz wurden jeweils durch Hochwasser zerstört. Auf ihr überquerte im Mittelalter die Via Publica von Köln nach Frankfurt sowie später die Straße von Siegen nach Wiesbaden die Lahn. Sie war damit eine wichtige Handels- und Verkehrsroute. Mittig der Brücke befindet sich eine Figur aus Stein vom Heiligen Johann von Nepomuk, dem Schützer der Brücken.

Nach einer Pestepidemie im Jahre 1490 wurde an den äußeren Brückenturm die Kapelle „Unserer Lieben Frau“ angebaut. Einer Legende nach endete die Epidemie mit der Grundsteinlegung am 2. August 1490. Im Dreißigjährigen Krieg zerstörten schwedische Truppen im Jahr 1634 das Zollhaus an der Brücke. Es wurde jedoch wieder aufgebaut. Auf der Westerwaldseite steht auf der Brücke noch der äußere Brückenturm. Er ist der einzige in Deutschland original erhaltene Brückenturm aus dem 14. Jahrhundert.

Die Alte Lahnbrücke mit dem Brückenturm
Der Katzenturm ist Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung